DRUCKEN  
WEITERLEITEN  

04.02.2010 13:51 Uhr

Deutscher Sparkassen- und Giroverband

Haasis warnt vor neuer Blase

Heinrich Haasis hat vor einer neuen Blase an den Finanzmärkten gewarnt. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) sagte, die grundlegenden Probleme in der internationalen Finanzwirtschaft seien noch nicht bereinigt. Es beginnt in Teilen der Finanzwirtschaft schon wieder die Art von Geschäftspolitik, die uns in die Krise geführt hat“, sagte Haasis bei einer Handelsblatt-Jahrestagung in Berlin. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich eine neue Blase bildet. Die positiven Ergebnisse großer Banken beruhten fast ausschließlich auf spekulativen Geschäften. Haasis kritisierte, mit welcher Chuzpe Teile der Finanzwirtschaft schon wieder spekulativ unterwegs seien, sich Boni genehmigten und fast unverhohlen auf Staatshaftungen kraft ihrer schieren Größe setzten. Haasis forderte, der Bankensektor insgesamt müsse kleiner werden. In Deutschland gehörten die betroffenen Landesbanken zu den wenigen, die schmerzhafte Verkleinerungen durchliefen. Doch in Europa gebe es heute 15 Banken, deren Bilanzsumme größer ist als die Wirtschaftsleistung ihrer Heimatländer. Vor Ausbruch der Krise sei­en es nur zehn gewesen. „Mindestens diese Institute stellen auf Dauer ein Erpressungspotenzial für ihre Volkswirtschaften dar“, sagte er. Mit Blick auf die Beratungsqualität in Sparkassen sagte Haasis, der Kunde könne erwarten, dass seine individuellen Verhältnisse und seine Risikoneigung im Mittelpunkt stehen. Dies schließe Produktkampagnen nach dem Motto „in diesem Monat verkaufen wir…“ aus. Diese Philosophie sei im Sparkassen-Finanzkonzept umgesetzt. „Wir haben zu diesem Konzept hervorragende Rückmeldungen. Alle Tests, bei denen das Sparkassen-Finanzkonzept zugrunde gelegen hat, haben die Sparkassen mit Bravour bestanden.“ (pm)

DSGV