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| Weiterbildung

Das Spiel zum Wissen

Die Sparkassen stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeiter fit zu machen für die digitale Welt. Viele Häuser haben bereits eigene Mittel erprobt und Wege gefunden. Jetzt sollen die „Mittmach-App“ und der „Digitale Führerschein“ als zentrale Standards unterstützen.

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Wo es Hunderttausende von Mitarbeitern gibt, findet sich eine große Bandbreite an digitalen Vorkenntnissen und Neigungen zu den neuen Technologien. Bei einer Befragung von 20.000 Mitarbeitern aus 50 Sparkassen betrachteten sich 19 Prozent als „IT-Laien, aber aufgeschlossen“, acht Prozent bezeichneten sich bereits als „IT-affin“, 21 Prozent gar als „digitale Vorreiter“. Die große Mehrheit von 52 Prozent gab jedoch an, an der Digitalisierung wenig interessiert zu sein. Hier stehen die Häuser immer noch vor der großen Herausforderung, alle Beschäftigten auf eine Art Mindeststandard zu bringen. Denn auf der einen Seite werden Arbeitsalltag und Sparkassenprodukte immer digitaler, auf der anderen Seite bringen die Kunden immer häufiger technologische Trends und Themen mit ins Beratungsgespräch.

Die Sparkassen tun viel, um digitale Kenntnisse und Fähigkeiten unter ihre Leute zu bringen. Sie organisieren Hausmessen, entwickeln Webinare und E-Learning-Programme. Sie schulen Mitarbeiter individuell, setzen auf Multiplikatoren oder spannen Wissende und Willige zu Lern-Tandems zusammen. Sie zwingen Mitarbeitern in hauseigene Intranets, um den Umgang mit Blogs (tagebuchartig geführte Webseiten), Wikis (Wissensseiten, an denen jeder mitwirken kann) und Communities (interaktive Themenseiten) zu schulen. Viele Häuser haben mit ihren Methoden und Werkzeugen gute Erfahrungen gemacht.

Wille und allgemeiner Trend in der Sparkassen-Finanzgruppe gehen jedoch dahin, gemeinsam Standardlösungen zu entwickeln und diese zentral bereitzustellen. Das soll Zeit und Geld sparen. Der Fachausschuss Personal unterstützt daher die Umsetzung des „Digitalen Führerscheins“ auf Basis der „Mittmach-App“ der DSV-Gruppe und empfiehlt den Regionen und Sparkassen einstimmig die Nutzung dieses Angebots. Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, schloss sich dieser Empfehlung in seiner Rede auf der Fachtagung Personal an.

Die App will Wissen kurzweilig und spielerisch vermitteln und vertiefen. Kenntnisse können nicht nur selbst erlernt werden – man kann sie auch im „Duell“ mit anderen oder innerhalb einer selbst definierten „Challenge“ unter Beweis stellen. Abzeichen und Pokale belohnen die Sieger, ein Zertifikat weist nach einer ins Tool integrierten Prüfung am Ende eines Lernmoduls den Erfolg nach.

Erster großer Baustein der „Mittmach-App“ ist der „Digitale Führerschein“. Die Inhalte hat die Nord-Ostdeutsche Sparkassenakademie, auch in Kooperation mit dem Sparkassenverband Niedersachsen, entwickelt. Die Informationen werden multimedial durch Texte, Bilder und Videos transportiert. Bisher umfasst das Konzept sechs Kapitel mit einer Gesamtbearbeitungsdauer von rund vier Stunden. Nach einer Einleitung geht es um die Themen Sicherheit, das Einkaufen und Bezahlen im Internet, soziale Netzwerke und das Online-Angebot an Produkten und Dienstleistungen der Sparkassen-Finanzgruppe, ein Test schließt das Lernmodul ab.

Der „Digitale Führerschein“ soll laufend aktualisiert und weiterentwickelt werden. Daneben wird der DSV die App nach und nach erweitern, um die Mitarbeiter im Veränderungsprozess zu begleiten und zu unterstützen. Neben Inhalten von Verbundpartnern wie der Deka oder der Finanz Informatik stellt der DSV speziell aufbereitete Content-Bausteine zu verschiedenen Themen aus der Sparkassenwelt bereit, die optional hinzugebucht werden können. So wird es etwa ab März die neuen Bausteine „Basiswissen Sparkassen Finanzgruppe Teil I – Sparkassen“, „Teil II – DSGV und Verbände“ sowie „Grundregeln für Sicherheit und Gesundheit“ geben. Auch die Sparkassen selbst können Inhalte einpflegen. Die App ist plattformübergreifend nutzbar, also mit allen aktuellen Browsern, auf Desktops, Tablets und Smartphones.

Mehr zum Thema lesen Sie im „DSV-Report“, und mehr zum Produkt erfahren Sie hier (passwortgeschützter Bereich).