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| Der Blick - Kolumne

Ein Griff nach Fußball, Mond und Sternen

DSZ-Kolumnist Robert Reuter beleuchtet Alltägliches: heute die Vorfreude auf die Highlights des neuen Jahres.

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, sagt zumindest Hermann Hesse in seinem berühmten Gedicht „Stufen“. Für eine frisch renovierte SparkassenZeitung mag das gelten; aber auch für das neue Jahr? Immerhin: Eine Fußball-Weltmeisterschaft bleibt uns dieses Jahr erspart. Zumindest bei den Herren. Antreten müssen jedoch die Frauen, und man darf sich nur fast sicher sein, dass sie es besser machen werden.

Den Zauber des Neuanfangs beschwören in diesem spannenden Jahr allerdings die USA. Das Land will nach jahrelanger Pause endlich wieder einen auf den Mond schießen. Viele dachten an Donald Trump, als sie die Nachricht hörten. Zumal der US-Präsident vorsorglich damit drohte, bei der anstehenden Mission das Ruder fest in die eigenen Hände zu nehmen. Allerdings ist die Euphorie schon wieder abgeflaut. „Gibt ja gar kein Twitter da oben“, soll er im Oval Office gemault haben. Noch nicht, denn die Nasa will schon ab diesem Jahr eine feste Mondstation errichten. Auch eine Ladeliste kursiert bereits: „Fritzbox First.“

Nach den Sternen greifen in diesem Jahr auch unsere EDV-Experten. Der Durchbruch künstlicher Intelligenz steht bevor, zumindest bei den Maschinen. Bei manchen Erdlingen kam uns die behauptete Intelligenz ja schon länger irgendwie künstlich vor. Kollege Computer wird sich also anstrengen müssen, da noch einen draufzusetzen, allerdings hat er dafür neuerdings die Blockchain. Die wirkt auch nicht ganz echt, und sei es nur, weil man sich kein Bild von ihr machen kann. Immerhin soll sie rechnen können, sogar mit reellen Zahlen. Mit realen hingegen wohl leider nicht.

Es gibt also einigen Grund zur Vorfreude. Der Mond bekommt ein Einwohnermeldeamt mit kostenlosem W-Lan, und Computer lernen sich aufzuregen – wenn auch nur künstlich. Frauen-Fußballweltmeister könnten wir auch noch werden. Sogar die Männer.