Anzeige
| Azubi-Projekt

Erfahrung und Erkenntnisse

Auszubildende der Sparkasse Gießen haben 1825 Kunden zu verschiedenen Themen befragt: Überrascht hat, dass viele digitale Angebote wenig bekannt sind.

Anzeige

Bei der Sparkasse Gießen gehört es zur Ausbildung von Bankkaufleuten, selbstständig ein Projekt durchzuführen, von der Planung bis zur Präsentation (wir berichteten). Im vergangenen Jahr hatte der Vorstand den Auszubildenden des zweiten Lehrjahrs den Auftrag erteilt, eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit zu entwickeln. Gesagt, getan. 14 Nachwuchskräfte erarbeiteten einen Fragenkatalog, um herauszufinden, was den Kunden am Herzen liegt, was ihnen an der Sparkasse Gießen gefällt und welche Anregungen sie haben. 19 Fragen eruierten Ruf und Image, Produkte und Dienstleistungen, Standorte und Räumlichkeiten.

Um so vielen Menschen wie möglich eine Stimme zu geben, haben die Auszubildenden über mehrere Monate hinweg Kunden in den Geschäftsstellen angesprochen und den Fragebogen zusätzlich im Onlinebanking-Bereich der Internetfiliale einstellen lassen. Auch wenn die Erhebung laut Pressesprecherin Marina Walter „keinen typisch repräsentativen Charakter“ habe, so standen doch 1825 Kunden Rede und Antwort. Als kleiner Anreiz sollte das Versprechen der Sparkasse wirken, pro Umfrage-Teilnahme einen Euro an eine Initiative zu spenden.

Anregungen sollen berücksichtigt werden

Der Einsatz der Azubis habe sich gelohnt, sagt Ilona Roth, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Gießen. Die jungen Leute hätten Erfahrung, die Sparkasse interessante Erkenntnisse gewinnen können. Insgesamt sei das Ergebnis der Umfrage positiv ausgefallen. Mit dem Produkt- und Leistungsangebot sind 89 Prozent der befragten Kunden zufrieden. Besonders positiv bewertet wurden Freundlichkeit, Kompetenz, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter. Ein Wunsch der Kunden wurde umgehend erfüllt: Beratungstermine können jetzt, flexibler als bisher, zwischen acht Uhr morgens und sieben Uhr abends vereinbart werden.

Überrascht hat, dass viele digitale Dienstleistungen wenig bekannt sind. So hatten 43 Prozent der Befragten noch nie von der Möglichkeit der Fotoüberweisung gehört, 51 Prozent war das mobile Bezahlverfahren Kwitt unbekannt. Ein weiteres Thema war die Kleiderordnung. Hier wünschten sich mehr als die Hälfte der Befragten, die Sparkasse Gießen würde zu „Business Casual“ übergehen, einem Stil, den etliche Häuser bereits pflegen. Aktuell, so Marina Walter aus der Unternehmenskommunikation, setze man sich mit den Ergebnissen der Befragung auseinander und versuche, viele Anregungen zu berücksichtigen. Letzteres wäre auch eine schöne Bestätigung für die Azubis.

 
Die Auszubildenden bei der Übergabe des Spendenschecks an das Familienzentrum für krebskranke Kinder.