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| Was macht … Andreas Reisinger?

Kundenkontakt mit Sparkassen-Honig

Wenn man Andreas Reisinger nicht an seinem Arbeitsplatz antrifft, steigt er seiner Sparkasse möglicherweise gerade aufs Dach.

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Dann brauchen die Bienenstöcke Betreuung, die er dort oben aufgestellt hat. Die Bienen der Stadtsparkasse Wuppertal sammeln derzeit wieder fleissig Honig und haben es sogar in den Geschäftsbericht geschafft. Zur Imkerei kam der 44-jährige Bankfachwirt schon vor fast zehn Jahren. „Ein Freund wollte mit der Bienenhaltung anfangen und weckte mit seiner Idee auch meine Begeisterung.“ Das erforderliche Wissen für die Bienenhaltung erhielt er in einem Ausbildungskurs. „Erst dann habe ich mich richtig herangewagt und bekam die ersten beiden Bienenvölker. Aufgestellt habe ich sie damals auf der Garage…“

In der Sparkasse Wuppertal ist er mit seinem Hobby nicht allein, eine ganze Handvoll Mitarbeiter teilt die Leidenschaft. Nach dem Abschluss der Höheren Handelsschule hatte Reisinger bei der Stadtsparkasse Wuppertal eine Ausbildung begonnen, die er 1996 beendete. 2005 folgte der Wechsel in die Marketingabteilung; seit dem vergangenen Jahr kümmert er sich im Sachgebiet Vertriebssteuerung um Kundenprozesse und das Kundenkontaktmanagement.

Mittlerweile betreut Reisinger 16 Bienenvölker, einige davon stehen nun im heimischen Garten. Die staatenbildenden Insekten und ihre Kommunikationsfähigkeiten faszinieren den Familienvater nach wie vor. „Es ist immer wieder eine Freude, ein gesundes Bienenvolk bei seiner emsigen Arbeit zu beobachten.“ Zudem dient die Imkerei dem Naturschutz, zumal das Bienensterben sich beschleunigt hat. Auch dagegen arbeitet Reisinger an: „Wir nutzen alle so viel von der Natur für unsere Zwecke aus und geben zu wenig zurück.“ Die von Imkern gepflegten Völker sind ohne menschliche Hilfe auf Dauer nicht lebensfähig. Schuld ist die in den 1980er Jahren eingeschleppte Varroamilbe. „Der Parasit schädigt die Brut schon während der Entwicklung in der Wabenzelle und gilt als wichtiger Mitauslöser für das Bienensterben“, berichtet er.

Vermehrung führt zu Teilung

Die Stadtsparkasse Wuppertal unterstützt die Arbeit der Bienenzüchter. Seit einem Jahr stehen Bienenstöcke auf dem Dach des Sparkassengebäudes im Stadtteil Elberfeld, Reisinger sieht regelmäßig nach dem Rechten. Jede Woche muss er aufs Dach. Die häufigen Gänge sind nötig, weil die natürliche Vermehrung sonst zu einer Teilung des Bienenvolkes führt. „Dann fliegt ein Teil des Schwarms mit der alten Königin aus und ist der Varroamilbe ungeschützt ausgesetzt“, erklärt der Hobby-Imker.

Bald wird es wieder den ersten Honig geben, den die Stadtsparkasse Wuppertal zum Teil an ihre Kunden weitergibt. „Unsere Bienen dienen also der Kontaktpflege mit den Kunden und unterstützen damit meine tägliche Arbeit“, so Reisinger schmunzelnd. Sogar in den Geschäftsbericht haben es die kleinen Tiere geschafft und fungieren dort als sympathische „Testimonials“ – für eine nachhaltige und umweltschonende Sparkassenarbeit.