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| Chancengerechtigkeit / mit Umfrage

Wenig Betriebe unter weiblicher Führung

Nur 16 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben eine Chefin.

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Im Jahr 2018 wurden 613.000 der 3,81 Millionen Mittelständler von Frauen geführt, was einem Anteil von 16,1 Prozent entspricht. Das geht aus dem aktuellen KfW-Mittelstandspanel hervor. Der Frauenanteil in den Vorständen von Großunternehmen liegt trotz der gesetzlichen Frauenquote bei nur 9,6 Prozent.

Der Höchststand von Chefinnen im Mittelstand (19,4 Prozent) wurde im Jahr 2013 verzeichnet, seitdem ging der Anteil wieder zurück. Einer der Bremsfaktoren war die zurückhaltende Gründungstätigkeit von Frauen in den vergangenen Jahren. Aktuell ist der Anteil von Frauen unter den Existenzgründern wieder auf 40 Prozent gestiegen, was sich auch positiv auf den Anteil weiblicher Unternehmenslenker im Mittelstand auswirkt, der im vergangenen Jahr leicht gestiegen ist.

Dienstleistung dominiert

Bei einer Betrachtung der von Frauen geführten Unternehmen nach Branchen dominieren klar die Dienstleistungen. 85 Prozent der weiblichen Inhaber führen ein Dienstleistungsunternehmen. Hingegen ist speziell im forschungs- und entwicklungsintensiven verarbeitenden Gewerbe der Anteil von Frauen in der Chefetage sehr gering. Zu diesem Segment zählen etwa Maschinenbau, Fahrzeugbau oder Pharmazie. Weniger als 1000 dieser Unternehmen (von rund 52.000 in diesem Segment) werden von einer Frau geführt, das entspricht einem Chefinnen-Anteil von lediglich zwei Prozent.

Auch innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe sind nur wenige Frauen in der Führung vertreten. Bei einem weiblichen Belegschaftsanteil von 62 Prozent sind nur 26 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt. Lediglich fünf Prozent aller Vorstände sind weiblich.

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