Zurück
FI als Ausbildungsbetrieb
Tech-Talente für die Sparkassenwelt
Technologie ist im Bankenbereich wettbewerbsentscheidend. Qualifizierte Nachwuchskräfte sind deshalb sehr begehrt. Mit einem umfassenden Ausbildungsangebot fördert und fordert die Finanz Informatik (FI) laufend junge Talente. Die Ausbildung für Azubis, duale Studenten und Trainees legt dabei großen Wert auf Praxis.

Mehr als 300 junge Menschen bildet die FI derzeit in den drei Ausbildungsjahrgängen, im dualen Studium und im hauseigenen Trainee-Programm aus. An ihren drei Standorten Frankfurt, Hannover und Münster beschäftigt sie rund 180 Azubis und duale Studenten. Für den kommenden Jahrgang plant die FI weitere 90 junge Menschen an Bord zu nehmen. Diese werden zu Programmierern, Systemintegratoren, IT-Beratern und neuerdings auch zu Fachleuten für Cyber-Sicherheit in der Sparkassenwelt ausgebildet.

Unterschiedliche Ausbildungswege

„Wir brauchen Menschen mit einem breiten Interesse an Wirtschaft und IT“, sagt Maximilian Denhardt, Ausbildungsleiter bei der FI. Gemeinsam mit drei Kolleginnen verantwortet er das duale Studium und die Ausbildung beim IT-Dienstleister. Die FI bietet das duale Studium Wirtschaftsinformatik mit dem Abschluss als Bachelor of Science in fünf verschiedenen Vertiefungen an. Dazu kooperiert sie mit der Hochschule Weserbergland in Hameln und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim.

Maximilian Denhardt: „Wir brauchen Menschen mit einem breiten Interesse an Wirtschaft und IT.“

Alternativ wird an allen Standorten auch die Ausbildung zum Fachinformatiker, mit der ab 1. August 2020 in Kraft tretenden neuen Ausbildungsverordnung und den daraus resultierenden vier Fachrichtungen angeboten. Die FI betreibt die IT-Systeme der Sparkassen – insbesondere OSPlus – komplett „on premise“, also in ihren eigenen, hochsicheren und hochverfügbaren Rechenzentren in Deutschland.

Damit ist sie nicht nur einer der größten IT-Dienstleister für die Finanzwirtschaft in Europa, sondern auch einer der größten Rechenzentrumsbetreiber in diesem Bereich. „Aus diesem Grund können wir unseren Auszubildenden auch das gesamte IT-Spektrum in den Praxisphasen anbieten“, so Maximilian Denhardt.

Mit seinem Team kümmert er sich um das gesamte Aufgabenspektrum der Ausbildung, „von A – Z“: Von der Anzeige bis zum Zeugnis. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem Recruiting und der Betreuung der Auszubildenden, der Seminar- und Veranstaltungsorganisation und dem Ausbildungsmarketing. Auch die Azubi-Betreuer der unterschiedlichen Fachbereiche werden von seinem Team angeleitet und qualifiziert.

Trainees bekommen viel Freiheit

Verstärkt wirbt die FI seit 2017 auch um junge Menschen, die bereits ein technisches, naturwissenschaftliches oder wirtschaftswissenschaftliches-Studium abgeschlossen haben. Bis zu 24 Bewerbern bietet der IT-Dienstleister jedes Jahr ein 15-monatiges Traineeprogramm, um sich weiter zu spezialisieren. Die Finanz Informatik ermöglicht damit sowohl IT-lern als auch Wirtschaftswissenschaftlern einen erfolgreichen Berufseinstieg mit den Trainee-Schwerpunkten IT und Business Banking.

Die Grundidee des Traineeprogramms ist, die gesamte Wertschöpfungskette der FI kennenzulernen. Dazu gehört zum Beispiel, zu verstehen, wie Anwendungsentwicklung, IT-Betrieb und Vertrieb ineinandergreifen und was die Ressorts jeweils voneinander brauchen.

„Der Schwerpunkt liegt in der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit und dem Kennenlernen der Geschäftsprozesse“, sagt Jens Pietsch, der das Trainee-Programm verantwortet. „Unsere Trainees sollen nicht nur Anwendungen entwickeln und Fachkonzepte schreiben, sondern über den Tellerrand hinausschauen.“

Jens Pietsch: „Unsere Trainees sollen auch über den Tellerrand hinausschauen.“

Die Trainees durchlaufen deshalb alle Ressorts des Unternehmens, arbeiten aktiv an den jeweiligen Aufgaben der betreuenden Abteilung mit und können auch eigene Schwerpunkte setzen. „Die Einsätze in der Anwendungsbereitstellung über die Produktion bis hin zu unternehmenssteuernden Einheiten werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Aufgabenstellung individuell von den Trainees mitgeplant.“ Vorgegeben ist lediglich die Mindestzeit pro Einheit. Dadurch sind in allen Bereichen der FI fachliche Vorgesetzte an der Ausbildung der Nachwuchskräfte beteiligt. Diese Vielfalt schätzen die Trainees sehr.

Praxisinhalt Sparkassensysteme

Die Praxisinhalte der drei Ausbildungsgänge sind unterschiedlich stark vorgestaltet. Während die Auszubildenden zum Fachinformatiker an den Ausbildungsrahmenplan gebunden sind, haben die dualen Studenten und Trainees individuellere Einsatzmöglichkeiten. Für Azubis und Studierende sind zum Beispiel die strategischen Digitalprojekte der Gruppe spannend. Dazu gehören etwa mobile Services, Zahlungsverkehrsprodukte und Vertriebsprozesse.

Unabhängig vom Ausbildungsweg werden jedoch alle Nachwuchskräfte gezielt auf die zukünftigen Aufgaben in der Finanz Informatik vorbereitet. „So stellen wir sicher, dass zum Ende der drei Ausbildungsgänge eine Weiterbeschäftigung in der Finanz Informatik erfolgen kann. Hierbei wird besonders großer Wert auf die aktive Mitarbeit in den Projekten gelegt“, berichten Jens Pietsch und Maximilian Denhardt.   

Hohe Übernahmequote

„Uns ist wichtig, dass die jungen Menschen nach drei Jahren Ausbildung sagen: Ich kann jetzt richtig was und gehöre dazu“, betont Maximilian Denhardt. Deshalb hat jeder Azubi und Studierende während der Ausbildung bei der FI eine feste Einsatzabteilung und einen festen Betreuer.

Diese Fachkollegen übernehmen die Zusatzaufgabe freiwillig und sorgen auch dafür, dass der Nachwuchs fest ins Team eingebunden wird. Beide Seiten profitieren davon: „In den vergangenen Jahren haben stets über 90 Prozent unserer Auszubildenden und dualen Studenten unser Angebot zum Einstieg auf feste Stellen in unseren Fachbereichen angenommen. Das freut uns sehr!“

Für die Trainees bleibt auch nach Abschluss des Trainee-Programms ein hohes Maß an individueller Freiheit erhalten. Absolventen können sich auf jede Stelle an allen Standorten der FI bewerben. Von den bisherigen Jahrgängen sind alle im Unternehmen geblieben. Die nächste Programmrunde startet zum 1. Oktober und man kann sich aktuell noch auf freie Plätze bewerben.

Für Digitalisierung, Daten und Prozesse können die Sparkassen auf diese jungen Tech-Talente setzen.

Anke Bunz
– 17. Juni 2020