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| Reporting

Meldung auf Kommando

Schablonen sollen die Risikoberichterstattung erleichtern.

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Aufsichtsrechtliche Anforderungen stellen die Sparkassen vor immer neue Herausforderungen. Eine Möglichkeit, den Belastungen zu begegnen, ist die Automatisierung und Vereinheitlichung von Prozessen.

Für die Risikoberichterstattung nach den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) steht den Sparkassen künftig unter der Bezeichnung „Standardisiertes MaRisk-Reporting“ ein vereinheitlichtes Paket von Berichtsschablonen zur Verfügung.

Automatisierte Datenversorgung

In die Entwicklung durch ein Projektteam waren Vertreter von Sparkassen, Verbänden und Prüfungsstellen eingebunden, um die unterschiedlichen Blickwinkel der Beteiligten in der Ausgestaltung der Berichte zu berücksichtigen. Die konzipierten Berichte zur Erfüllung der für die Mehrheit der Sparkassen relevanten Berichtsanforderungen werden von der Finanz Informatik in der Cockpit-Technologie bereitgestellt und über die angebundenen Liefersysteme weitestgehend automatisiert mit Daten versorgt. Vorteile der Standardisierung sind insbesondere
  • Effektivitätssteigerung durch eine automatisierte Datenversorgung,
  • Nutzung eines systemgestützten, IKS-konformen Berichtserstellungsprozesses,
  • zentrale Pflege und Weiterentwicklung der Standardberichte ,
  • Sicherstellung der fachlichen Mindestanforderungen.
Neben der OPDV-konformen Berichtsaufbereitung ist für jeden Wert in einem Standardbericht eindeutig nachvollziehbar, woher er stammt – ein wichtiger Aspekt mit Blick auf die Reportinganforderungen aus BCBS 239. Der individuellen Aufstellung der Institute steht dies trotzdem nicht entgegen. Sparkassen wählen die Einzelberichte aus dem Pool der angebotenen Standardberichte aus, die ihren individuellen Strukturen und den eingesetzten Risikomessverfahren entsprechen. Je nach Berichtsinhalten sind innerhalb der Reports weitere Parametrisierungen möglich. Die Individualität der Berichterstattung kommt nicht zuletzt durch die institutsspezifische Interpretation und Bewertung der Daten zum Ausdruck.

Bei der Einführung des Standardisierten MaRisk-Reportings werden die Sparkassen von der Finanzinformatik und den Verbänden unterstützt und begleitet. Durch einen institutsindividuellen Vorabcheck erhält das Institut grundlegende Informationen über das Reportingsystem. Eine interviewbasierte Überprüfung der vorhandenen Liefersysteme und des Abdeckungsgrads des aktuellen Berichtswesens des Instituts durch die Standardberichte ermöglichen der Sparkasse eine Einschätzung der bestehenden Einführungsvoraussetzungen sowie zu Aufwand und Nutzen.

Bei Bedarf können vor Eintritt in die Rollout-Phase zunächst weiterführende Maßnahmen, wie die Implementierung fehlender Liefersysteme, ergriffen werden. Bei der DSGV-Fachtagung Risikocontrolling und -management begrüßten die Teilnehmer des Arbeitskreises zum MaRisk-Reporting die vorgestellte Konzeption standardisierter MaRisk-Berichte. Unter der Voraussetzung einer soliden Datenversorgung standen sie einer Einführung mehrheitlich aufgeschlossen gegenüber.

Interessierte Sparkassen sollten frühzeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Die Teilnahme an einem Vorabcheck ist ab dem zweiten Quartal 2016 möglich. Der Rollout des standardisierten MaRisk-Reportings ist, nach Abschluss der Validierung, mit Release 17.0 vorgesehen.