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10. Juni 2016 - 08:30BBL im Gespräch: Fachliches Methoden-Zielbild

Banksteuerung zukunftsfähig aufgestellt

von Dorothea Topf, Sparkassen Rating und Risikosysteme

Wie wird das neue Zielbild in den Häusern ankommen? Die Betriebswirtschaftlichen Blätter sprachen mit den erfahrenen Sparkassen-Praktikern und Arbeitsteamsprechern Dr. Georg Eulering, Carolin Thom und Kirsten Cummerow über die Entwicklungsarbeit am Konzept, die wichtigsten Ergebnisse sowie die künftigen Erwartungen.

Das vom Fachrat Banksteuerung abgenommene Fachliche Methoden-Zielbild Banksteuerung definiert Risikomanagementstandards für Sparkassen. Vor dem Hintergrund einer steigenden Frequenz und Komplexität regulatorischer Anforderungen sollen durch die Standards die Qualität der Methoden und Verfahren für die Banksteuerung sichergestellt, die Prozesssicherheit erhöht und die Effizienz gesteigert werden.

Seit Herbst 2015 haben 22 Sparkassen, sieben Regionalverbände und zwei Prüfungsstellen das Fachliche Methoden-Zielbild Banksteuerung mit DSGV, Finanz Informatik (FI) und Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH (SR) gemeinsam erarbeitet. Zur Vereinheitlichung der Banksteuerung wurden bereits die Risikoarten definiert, darunter Adressenrisiko, Marktpreisrisiko, Aktien- und Beteiligungsrisiko, Liquiditätsrisiko, Operationelles Risiko und sonstige Risiken. Im Rahmen des Projekts wurden Arbeitspakete spezifiziert, mit deren Umsetzung die SR unmittelbar startet.

Dr. Georg Eulering sieht in den 14 entwickelten Leitplanken eine gute Basis für das Zielbild Banksteuerung.
BBL: Können Sie kurz berichten, Herr Dr. Eulering, wie Sie den Prozess der Zielbildentwicklung in den vergangenen Monaten erlebt haben?
Dr. Georg Eulering: Die Bereitschaft, sich auf eine aufsichtlich induzierte Weiterentwicklung der Banksteuerungsverfahren einzulassen, war sehr groß. Alle Beteiligten haben sich offen, konstruktiv und ohne Schablonen damit auseinandergesetzt, wie wir uns in der Sparkassen-Finanzgruppe methodisch zukunftsfähig aufstellen können. Dazu haben wir im Arbeitsteam 1 künftige Anforderungen analysiert. Als Ergebnis liegen nun 14 Leitplanken als Basis des Zielbilds Banksteuerung vor. Natürlich stehen wir in der Umsetzung erst am Anfang. Die eigentliche Arbeit liegt noch vor uns, weil die einzelnen Instrumente ja zunächst ergänzt bzw. gebaut werden müssen.

BBL: Frau Thom, wie sehen Sie die Prozessentwicklung vor allem mit Blick auf neue Formen der Zusammenarbeit, die eingesetzt worden sind?
Carolin Thom: Es war sehr spannend und arbeitsintensiv, da wir innerhalb von vier Monaten alle relevanten Fragestellungen der Banksteuerung diskutiert haben, um einen Standard für die Finanzgruppe zu definieren. Auf diesem Weg sind wir ein großes Stück weitergekommen. Auf Regionalverbandsebene hatten wir in den vergangenen Jahren bereits methodische Standards für die Risikosteuerung für unsere 50 Sparkassen definiert. Die SR verfolgt nun bundesweit ein ähnliches Ziel. Aufgrund unserer Erfahrung war uns immer bewusst, vor welcher großen Herausforderung die SR dabei steht.

Diese komplexen Abstimmungen wurden durch die neue Kommunikationsplattform Zusammenarbeit 3.0 gut unterstützt. Das ist sicherlich eine effiziente Methode für die künftige Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Standorten. Eine sinnvolle Mischung zwischen zukunftsträchtiger Webtechnologie und persönlichen Abstimmungen wird die Basis für eine schnelle, effiziente und erfolgreiche Projektarbeit sein.

BBL: Wie haben Sie, Frau Cummerow, die Entwicklung der neuen Standards erlebt?
Kirsten Cummerow: Zunächst möchte ich betonen, dass ich eine sehr hohe Bereitschaft aller Beteiligten erlebt habe, ehrlich und ergebnisoffen in die Diskussion zu gehen und alle Interessen angemessen zu würdigen. Hinter den jetzt definierten Standards steht die Erkenntnis, dass alte Wege für die Entwicklung von Methoden zur betriebswirtschaftlichen und regulatorischen Banksteuerung in ihrer Effizienz nicht mehr länger funktionieren. Für die Steuerung in unserer Sparkasse wägen wir ab: Was gibt es an regulatorischen Anforderungen? Was haben wir für betriebswirtschaftliche notwendige Ziele? Und da wird augenscheinlich, dass die Menge und Frequenz der regulatorischen Anforderungen enorm zugenommen hat. Darauf müssen wir alle gemeinsam und einheitlich reagieren. Insofern war es besonders positiv, dass die Prüfungsstellen hier von Anfang an mitgenommen wurden.
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  1. Banksteuerung zukunftsfähig aufgestellt
  2. Tempo gewinnen und Ressourcen einsparen
  3. S Rating soll mit der Aufsicht diskutieren
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