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| Umsetzungsbaukasten 05/19

Auslagern mit System

Das DSGV-Projekt „Modell S – Dienstleistersteuerung“ konnte im vergangenen Monat seine Zugriffszahlen im Umsetzungsbaukasten steigern. Darin sind Strategien für ein modernes Auslagerungsmanagement im Kontext der Betriebsstrategie der Zukunft (BdZ) diskutiert und entwickelt worden.

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© BBL
Im April hat der DSGV zu einem Erfahrungsaustausch über das Thema Auslagerungs­management – früher auch als Dienstleister­steue­rung bezeichnet – nach Berlin eingeladen. Die hohe Teilnehmeranzahl – über 80 Vertreter von Sparkassen, Landesbanken, Regionalverbänden und Dienstleistern haben teilgenommen – dokumentieren das rege Interesse an Themen rund um das Auslagerungsmanagement.

Die Veranstaltung stand zu Beginn im Kontext des anstehenden Rollouts des Projekts „Betriebsstrategie der Zukunft“ (BdZ, s. Abb. 1). Dieses hat im vergangenen Monat sogar die Spitzenposition im UBK-Ranking belegt. Das BdZ-Leitbild ist zuletzt auf der Vor­ständeta­gung „Märkte und Strategien“ (Januar 2019) im Forum 1 auf die griffige Formel verdichtet worden: „Sparkasse bleiben, Verwaltungs­aufwand senken, digitaler werden = Zukunftsfähigkeit des Geschäfts­modells der Sparkassen stärken und Selbstständigkeit fördern.“ Konkrete Leitziele sind dabei unter anderem:
  • Verwaltungsaufwand senken.
  • Gesamte Wertschöpfungskette im Verbund betrachten.
  • Einfach für Kunden – effizient für Mitarbeiter.
  • Wachstum ermöglichen.
  • Digitalisierungschancen nutzen.
  • Prozess-Standardisierung und -Automatisierung umfassend vorantreiben.
 
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Die größten Potenziale sehen die Experten aktuell in der Marktfolge und im Stab! Der jeweilige Sachaufwand für Dienstleistungen Dritter werden demzufolge steigen, während Immobilien- und Verbrauchskosten sinken sollten. Matthias Schumacher, Abteilungsleiter Betriebswirtschaft beim DSGV, hat auf der Vorständetagung die Projektergebnisse skizziert und laut SparkassenZeitung verdeutlicht, dass es abhängig von der Aufbau­organisation, dem Grad der Standardisierung und des Kostenmanage­ments in Sparkassen heterogene Effizienzgrade bei der Umsetzung der BdZ gibt.

Zentrale Punkte sind danach künftig in jedem Fall Standardisierung und Automatisie­rung innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Gerade Automatisie­rung braucht aus Schu­machers Sicht Standardisierung und ein funktionie­rendes Zusammenar­beitsmodell im Verbund (Weitere BdZ-Details finden Sie hier).

Ausgehend vom Überblick über das Gesamtprojekt BdZ haben sich die Teilnehmer an der Tagung zum Auslage­rungs­mana­gement im Anschluss mit dem neuen Zielbild der Arbeitsteiligkeit („Sourcingplan“ der Sparkassenfinanzgruppe“) beschäftigt. So sind aktuell 21 Pakete zur Auslage­rung von Funktionen vorgesehen, die BdZ nicht zwingend als Eigenleistung einer Sparkasse sieht (s. Abb. 2). Abgerundet worden sind die Informationen durch Beispiele der praktischen Umsetzung seitens der Sparkassen, Regionalverbände und Dienstleister.


Hilfreiches Handbuch zum Auslagerungsmanagement

Im zweiten Teil der Veranstaltung haben sich die Teilnehmer zu ihren Erfahrungen über das im Herbst 2018 veröffentlichte Handbuch Auslage­rungsmanagement ausgetauscht. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei unter anderem auch die jeweiligen Erfahrungen mit dem Einsatz der zur Verfügung gestellten Hilfsmittel und Tools. Hier waren Rückmel­dungen aus der Praxis überwiegend positiv. Gleichzeitig sind wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung der vorhandenen Instrumente „eingesammelt“ worden.

Ein weiterer Programmteil war eine Vorstellung zu den aktuell vorhande­nen Wertungshilfen und deren weiterer Entwicklung. Im Anschluss sind zudem noch die aktuellen Entwicklungen rund um die Regulatorik auf­gezeigt worden. Insbesondere der derzeitige Sachstand zu den „EBA Guidelines on Outsourcing“ war an dieser Stelle vom besonderem Interes­se. Ein Ausblick auf die anstehenden Aktivitäten des Clusters „Arbeitsteiligkeit“ aus der BdZ-Vertiefungsphase hat die Veranstaltung beschlossen. Alle Unterlagen werden im Umsetzungsbaukasten (Modell S Dienstleistersteuerung) zentral zur Verfügung gestellt.

DSGV-Ansprechpartner BdZ: Matthias Schumacher
DSGV-Ansprechpartner Auslagerungsmanagement: Kai Schuhknecht 


Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) unterstützt die Institute und Institutionen der Sparkassen-Finanzgruppe mit den im Rahmen der strategischen Planung gemeinsam erarbeiteten Projektergebnissen. Das zentrale Medium in der Projektlandschaft, das gezielt Informationen über geplante, laufende und abgeschlossene Projekte bereitstellt, ist der Umsetzungsbaukasten (UBK).

Unter www.umsetzungsbaukasten.de können autorisierte Nutzer neben dem Projektsteckbrief des DSGV regionale Projektinformationen aufrufen. Spätestens mit Abschluss des Projekts werden dessen Ergebnisse (z. B. Konzepte, Rollout-Leitfäden [Rolf], Kommunikations- und Schulungsunterlagen des DSGV) im Umsetzungsbaukasten (Rubrik: Ergebnisse/Umsetzungshilfen) eingestellt und stehen den Nutzern dort zum Download zur Verfügung.

In den Betriebswirtschaftlichen Blättern präsentieren wir Ihnen monatlich eine Liste mit Projekten, deren Nachfrage durch die Nutzer des UBK im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen ist.