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| Blick in die Medien

Bochum macht Kohle

„Warum die Sparkasse Bochum Kohle ohne Ende macht“ erklärt der Branchenblog „Finanzszene.de“: niedrige Kosten und ein Provisionsergebnis, das den unvermeidlichen Rückgang beim Zinsergebnis ganz gut kompensiert.

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Die Stadt Bochum verliert jedes Jahr rund 1000 Einwohner und muss mit einer Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent leben, die dreimal so hoch ist wie der Bundesdurchschnitt. Trotzdem, so bilanziert „Finanzszene.de“, arbeitet die Sparkasse Bochum mit einer Cost-Income-Ratio von 55 Prozent und erwirtschaftet ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,20 Prozent. Werte, die seit Jahren konstant seien.

Nach einer Analyse von Kennziffern und einem Vergleich verschiedener Sparkassen aus der gleichen Region und anderen weniger boomenden Regionen gewinnt „Finanzszene.de“ folgende Erkenntnisse: Die Kosten sind bei der Sparkasse Bochum extrem niedrig, was auch daran liegen könnte, dass die Personalkosten pro Mitarbeiter um rund ein Fünftel niedriger liegen als bei anderen Großsparkassen.

Der Rückgang beim Zinsergebnis ist moderat: Zwar stiegen die Einlagen seit 2014 um zehn Prozent an; im gleichen Zeitraum erhöhte sich das Kreditgeschäft allerdings um 15 Prozent. Und: Der Rückgang beim Zinsergebnis (minus zwölf Millionen Euro seit 2014) wird durch Zugewinne beim Provisionsergebnis (plus sieben Euro seit 2014) einigermaßen aufgefangen.

Fazit des Online-Beitrags: „Vielleicht muss eine Sparkasse weder in einer besonders prosperierenden Region beheimatet noch besonders groß sein, um sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Vielleicht reicht es am Ende, wenn sie ihre Kosten im Griff hat und die Dinge beherrscht, die eine Retail-Bank beherrschen sollte. Also Kredite, Einlagen, Vertrieb.“