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| Innovationen - Standpunkt

Den digitalen Wandel verstetigen

Auch das Jahr 2019 bringt neue digitale Highlights für die Kunden der Sparkassen. Doch nicht nur die großen Produktinnovationen zählen, sondern auch die kleinen Baustellen, schreibt FI-Chef Franz-Theo Brockhoff in seinem Standpunkt.

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Das Jahr 2018 war unbestritten ein Jahr der digitalen Innovationen für die Sparkassen: Voice-Banking, Instant Payment, mobiles Bezahlen, Multibankenunterstützung und Yomo sind nur ein paar der digitalen Highlights. Auch im Jahr 2019 kommen solche Highlights – viel wichtiger wird es aber sein, den digitalen Wandel und die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle auf allen Ebenen unserer Finanzgruppe zu verstetigen und zu begleiten. Nur so erreichen wir eine breitere Durchdringung und einen höheren Nutzungsgrad der digitalen Angebote bei den Kunden – gerade auch im Hinblick darauf, eine digitale Finanzplattform zu etablieren.

Vieles, was in den letzten Jahren in den Markt gebracht wurde, entwickelt sich weiter – manchmal auch nur in kleinen Schritten – und wird damit immer relevanter und unverzichtbarer für den Kunden. So bauen wir Kwitt nach und nach mit weiteren Features aus – perspektivisch auch für gewerbliche Nutzer. Instant Payment gewinnt im Geschäftskundenumfeld mit Sammlerüberweisungen drastisch an Bedeutung, auch da weitere Institutsgruppen dazukommen. Und je mehr Menschen sich daran gewöhnen, mit digitalen Assistenten zu sprechen, desto mehr nutzen auch das Voice-Banking ihrer Sparkasse. „Hey Google, wie ist das Wetter? Und wie ist mein Kontostand?“ – Das kann, das muss zur täglichen Routine werden.

Millionen von Kunden sind noch zu überzeugen

 
Setzt auf viele Schritte auf verschiedenen Ebenen: Franz-Theo Brockhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Finanz Informatik. © FI

Diese Veränderungen im Nutzungsverhalten kommen aber nicht über Nacht. Sie benötigen Vorlauf und oft müssen mehrere Faktoren zusammenwirken – wie beim mobilen Banking: Der Kunde benötigt ein Smartphone, es muss fester Bestandteil seiner täglichen Routine sein, er braucht einen bezahlbaren Datentarif und eine gute Netzabdeckung. Und erst dann entscheidet sich, ob er die Sparkassen-App installiert, regelmäßig nutzt und auch „kwittet“. Vor knapp zehn Jahren sind die Sparkassen mit ihrer App gestartet – heute sind sie damit Testsieger und mit über sechs Millionen aktiven Kunden in der deutschen Bankenlandschaft vorne.

Aber es bedeutet auch: Der größere Teil der Kunden nutzt bislang weder Onlinebanking an sich noch mobiles Banking. Diese Millionen von Kunden gilt es noch zu überzeugen! Nur die Kunden, die regelmäßig die S-App nutzen oder sich in der Internet-Filiale einloggen, können die Sparkassen mit der künftigen digitalen Finanzplattform langfristig an sich binden und mit ihnen auch neue Erlösquellen erschließen. Dafür bedarf es dort aber auch eines reichhaltigen Angebots – wie beispielsweise fallabschließender OSPlus_neo-Vertriebs- und Service-Prozesse.

Daher müssen alle Beteiligten – die FI und die weiteren Dienstleister, die Verbundunternehmen, die Verbände und die Institute – sich neben den großen Produktinnovationen auch auf die vielen kleinen Baustellen des digitalen Wandels konzentrieren. Jeder weitere Verbundpartner, der das ePostfach und die OSPlus_neo-Integration nutzt, stärkt das gemeinsame Angebot. Und beim gemeinsamen Einsatz von KI winken nicht nur Rationalisierungspotenziale und Skaleneffekte im Backoffice, sondern auch die Chance, Qualität, Service und Komfort für die Sparkassen-Kunden zu verbessern – rund um die Uhr. Dafür müssen wir die Sparkassen-Finanzgruppe als Plattform verstehen, die unsere Kräfte bündelt, um gemeinsam die nächste Stufe der Digitalisierung zu erreichen und auch ganz neue Angebote zu realisieren.

Nötig sind dazu viele evolutionäre Schritte auf den verschiedenen Ebenen unserer Organisation. Viele davon können die Entscheider in den Instituten und jeder einzelne Mitarbeiter machen. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!

Der Autor ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Finanz Informatik (FI).