Anzeige
| Wertpapierabwicklung

DWP-Bank erneuert zentrale Serviceplattform

Die Deutsche Wertpapierservice Bank hat ein Programm zur Transformation ihrer IT auf den Weg gebracht.

Anzeige

Das Programm mit dem Namen „MoveWP3“ soll die Nutzung einer regulationskonformen Cloud-Plattform im Unternehmen sicherstellen. Der Fokus liegt dabei auf der Umstellung elementarer Teile der aktuell weitgehend noch auf Mainframes laufenden Funktionen der Wertpapier-Systemplattform innerhalb mehrerer Jahre auf Microservices.

Dies ist eine Voraussetzung, um Teile der Kernanwendungen in Cloud-Infrastrukturen laufen zu lassen. Damit schafft die DWP-Bank die Basis für zahlreiche neue Produkte und Services. Gleichzeitig werden viele heute noch manuell ausgeführte Abläufe automatisiert.

Die Zukunft braucht eine leistungsstarke IT

Drei Viertel aller Banken in Deutschland haben ihre Wertpapierprozesse an die DWP-Bank ausgelagert. 1288 Volks- und Raiffeisenbanken, Privat- und Geschäftsbanken sowie Sparkassen sind an die Bank angeschlossen, die im Jahr 2018 4,7 Millionen Anlagendepots führte, etwa 26,3 Millionen Kauf- und Verkaufsaktionen abwickelte und rund 1200 Mitarbeiter beschäftigte.

Um ihre IT für die ständig wachsenden Anforderungen der Digitalisierung mit der nötigen Leistungsstärke auszurüsten, entwickelt die DWP-Bank gemeinsam mit dem IT-Dienstleister FI-TS eine moderne regulationskonforme IT-Infrastruktur, die klassische Mainframe-Komponenten mit Microservices verknüpft.

 
Gero Skopinski © FI

Die neue Plattform soll Kosten und Zeitaufwand senken

Für den Betrieb der neuen IT-Plattform für die Wertpapierabwicklung musste auch die IT-Infrastruktur modern und regulationskonform gestaltet werden. Dies geschah in einem kooperativen Ansatz gemeinsam mit FI-TS. Die neue Infrastruktur bietet eine flexiblere Nutzung und schnellere Buchung von IT-Ressourcen. So kann auf Marktereignisse schneller reagiert werden. Die Architektur unterstützt eine agile Weiterentwicklung der Software und stellt Services vollständig automatisiert nach Bedarf zur Verfügung.

Zentrale Applikationen werden auf der Basis von Microservices automatisiert, bereitgestellt, skaliert und verwaltet. Anders als früher laufen die Prozesse damit nicht unter einem Betriebssystem, sondern bilden eigene, individuelle Systeme, die mit sehr geringem Aufwand hin und her transferiert und stets aus sich heraus gestartet werden können. Dadurch werden die Anforderungen an die System-Operatoren erheblich minimiert. Das spiegelt sich in stark reduziertem Zeitaufwand und damit sinkenden Kosten wider, so eine Pressemitteilung aus dem Haus.

Standardisierung gewährleistet Multimandantenfähigkeit

Prämisse bei der Entwicklung der neuen Plattform ist, diese als standardisierten Service allen Kunden von FI-TS zur Verfügung zu stellen. So können in Zukunft alle Kunden einschließlich der DWP-Bank durch die Skaleneffekte von niedrigeren Betriebskosten und mehr Flexibilität profitieren. Die neue Plattform wurde deshalb multimandantenfähig entwickelt – die sichere Trennung der Mandanten und Umgebungen wird durch eine Separierung der Server-Hardware gewährleistet. Zur Anwendung kommen die Prinzipien des flexiblen und skalierbaren Cloud-Pricings. Die Cloud-Services von FI-TS werden nach dem Pay-per-use-Modell berechnet.

 
Christian Brunner © FI

Gute Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg

Das Projekt wird von der DWP-Bank und FI-TS auf Augenhöhe und gemeinsam durchgeführt. Dabei definierte die DWP-Bank die Anforderungen, und FI-TS prüfte die Realisierbarkeit. Im Anschluss wurde ein gemeinsamer Lösungsweg entwickelt. So entsteht die moderne Plattform, die nicht nur eine agile Weiterentwicklung von Software unterstützt, sondern zum Beispiel auch zukunftsfähige Applikationen auf Basis von Microservices bietet. Durch das langfristig gemeinsame und strategische Vorgehen wird die Investitionssicherheit deutlich erhöht.

Zu den Autoren: Gero Skopinski ist Bereichsleiter App. Services Retail & Comm. Bank / Insurance der FI-TS, Christian Brunner ist Abteilungsleiter „Cloud-Native“, FI-TS.