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| Taunus Sparkasse

Gemeinsame Filialen mit Volksbank

Zum ersten Mal in Deutschland wollen eine Sparkasse und eine Volksbank im Frankfurter Umland ihre Filialen im großen Stil zusammenlegen.

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Rund 50 Filialen der Taunus Sparkasse und der Frankfurter Volksbank sollen künftig unter dem Namen „Finanzpunkt“ gemeinsam betrieben werden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters am heutigen Freitag. Die beiden Kreditinstitute wollen am kommenden Dienstag in einer Pressekonferenz ausführlich darüber informieren, wie sie zusammenarbeiten werden. Die Logos von Sparkasse und Volksbank an den Zweigstellen verschwinden laut Medienberichten. Die „Finanzpunkte“ werden an vier Tagen pro Woche wechselweise von Mitarbeitern der Sparkasse und der Volksbank bedient. Die Geldautomaten können von Kunden beider Institute genutzt werden.

Laut Zeitungsberichten leuchten die Filialen an den Tagen, an denen Sparkassen-Kunden betreut werden, rot, an den übrigen blau. Immer weniger Bankkunden in Deutschland nutzen Filialen, vor allem ältere wollen aber nicht ganz auf eine persönliche Anlaufstelle verzichten. Daher hätten sich die Sparkasse und die Volksbank für diesen Weg entschieden.

 
Gemeinsame Geldautomaten von Sparkassen und Volksbanken gibt es teilweise. Nun sollen in Hessen einige gemeinsame Filialen entstehen. © dpa

Die beiden Institute wollten sich nicht zu den Informationen äußern, dementierten sie aber auch nicht. Mit Spannung kann die interessierte Öffentlichkeit auf die gemeinsame Pressekonferenz blicken, die für Dienstag (3. September) geplant ist. Die SparkassenZeitung wird berichten.

Die Taunus Sparkasse betreibt bisher 45 Zweigstellen in den Kreisen Main-Taunus und Hochtaunus, die im Speckgürtel der Finanzmetropole Frankfurt liegen und zu den reichsten Regionen Deutschlands gehören. Die Frankfurter Volksbank deckt auch fast die ganze Region rund um die Stadt ab; sie ist die zweitgrößte Volksbank in Deutschland.

Ganz neu sind gemeinsame Filialen und Geldautomaten der konkurrierenden Netze von Genossenschaftsbanken und Sparkassen nicht. Bisher gibt es sie aber nur an einzelnen Standorten vor allem in ländlichen, schwach besiedelten Gegenden, in denen die Filialen sonst geschlossen werden müssten. (rtr)