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| Payment – mit Umfrage

Karte verdrängt Bargeld vom Spitzenplatz

Vergeht dem Bargeld das Lachen? Erstmals hat der deutsche Einzelhandel mehr Umsatz mit Kartenzahlungen gemacht als mit Barem. Die Sparkassen haben wichtigen Anteil an dieser Entwicklung.

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209,2 Milliarden Euro und damit 12,4 Milliarden mehr als im Vorjahr hat der deutsche Einzelhandel 2018 per Karte umgesetzt. Das entspricht einem Anteil von 48,6 Prozent. Bargeld hat 1,7 Prozentpunkte verloren und liegt nun mit 48,3 Prozent knapp dahinter. Zu diesem Ergebnis kommt die EHI-Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel“. Die restlichen 3,1 Prozent verteilten sich auf Rechnungen, Finanzkäufe und Gutscheine. Größter Verlierer im Ranking der Zahlungsarten sei das Sepa-Lastschrift-Verfahren mit nun nur noch zehn Prozent Umsatzanteil (zuvor 12,6 Prozent).

„Die Sparkassen-Finanzgruppe hat einen wichtigen Beitrag zu dieser erfolgreichen Entwicklung geleistet“, sagt Frank Büttner, Geschäftsführer der S-Payment. „Mit der laufenden Vollausstattung ihrer Sparkassencard und Kreditkarten mit Kontaktlos-Funktion sowie der App ,Mobiles Bezahlen‘ ermöglicht sie den Kunden einfaches, schnelles und bequemes Bezahlen an den Kassen des Handels.“

Die aktuellen Zahlen für die Sparkassen-Finanzgruppe bestätigten den Trend. Büttner: „Bei den Kontaktlos-Transaktionen liegen wir mit 27,4 Prozent sogar deutlich über dem Durchschnittswert für den Handel. Auch die Vermarktungsmaßnahmen, die die S-Payment gemeinsam mit großen Discountern durchführt, tragen zur Akzeptanzsteigerung der Kartenzahlung – vor allem kontaktloser Zahlungen – im Handel bei.“

Nach Transaktionen behauptet das Bargeld allerdings seine Spitzenposition: Bei den 20 Milliarden Transaktionen, die im vergangenen Jahr getätigt wurden, griffen die Kunden 15,2 Milliarden Mal zu Bargeld und 4,6 Milliarden Mal zur Karte. Doch auch hier ist der Baranteil um 1,1 Prozentpunkte zurückgegangen – auf nunmehr 76,1 Prozent.