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| Risikomanagement

Konsultation der FinaRisikoV – Aufsicht gibt Antwort auf DK-Stellungnahme

Die Aufsicht hat zu einigen Kritikpunkten der Deutschen Kreditwirtschaft Stellung genommen.

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Ein Großteil der DK-Anmerkungen soll ohne weitere Thematisierung umgesetzt werden. Folgende wesentlichen Anpassungen wird die Aufsicht auf Basis des Entwurfs umsetzen:

  • Obwohl die FinaRisikoV erst zum 01.07.2020 in Kraft treten soll, wird die Aufsicht die Zinsszenarien gem. neuem Rundschreiben der BaFin bereits per 31.12.2019 über eine bereitgestellte Exceldatei abfragen.
  • Die Aufsicht informiert, dass entgegen des
    FinaRisikoV-Entwurfes der Meldebogen KPL (Kapitalplanung) auch von systemrelevanten Instituten (SIs) zu melden sein wird.
  • Auch auf die gesamte Meldung der RTF wird die Aufsicht bei SIs aus den bereits genannten Argumenten nicht verzichten (u. a. Informationsfähigkeit der Aufsicht gegenüber dem Bundestag).
  • Institute, die bereits auf die neuen RTF-Regularien umgestellt haben, müssen ihre Meldung per 31.12.2019 mittels bestehendem Übergangsverfahren melden.
  • Weiterhin will die Aufsicht mit ihrem Hinweis im Merkblatt keine Vorschriften hinsichtlich der Risikoartenstruktur vornehmen (insbesondere bei Sammelpositionen). Rückfragen wird sie sich aber offenhalten.
Zusammenfassung der Abschnitte zu Maßnahmen.Eingrenzung der zu meldenden Szenarien für die Kapitalplanung auf das Planszenario und das von den materiellen Auswirkungen her strengste adverse Szenario. Es sollen nicht alle Szenarien gemeldet werden.Verwendung der im Institut aktuell beschlossenen Planung, auch wenn der Stand damit zeitlich weiter in der Vergangenheit liegen kann.Szenariobeschreibung entsprechend der aufsichtlichen Beispiele mit Kerninhalten und ohne umfangreiche Dokumentationen.Keine quantitative Meldung von einzelnen in der Planung hinterlegten Maßnahmen, wobei die Aufsicht davon ausgeht, dass dies in den Instituten möglich ist.Die Aufsicht erwartet von Instituten mit Going-Concern-Ansatz in der RTF auch die Meldung des Gesamtrisikos und der Hauptrisikoarten für die Planjahre. Dabei kann auf Schätzungen zurückgegriffen werden. Ein Gesamtlimit und dessen Entwicklung stuft sie als nicht ausreichend ein.

Mehr Informationen von:

joerg.friedberg@dsgv.de