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Kriminalstatistik: Kartenbetrug bleibt nahezu konstant

Im Jahr 2018 gab es rund 40.000 Betrugsfälle bei Zahlungen mit Debitkarten mit und ohne PIN-Autorisierung. Die Fallzahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben.

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Nur weniger als ein Drittel aller erfassten Fälle konnten von den Ermittlungsbehörden aufgeklärt werden. Auch diese Quote entspricht in etwa der des Vorjahres. Das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2018, die Bundesinnenminister Horst Seehofer, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz Hans-Joachim Grote (Innenminister Schleswig-Holsteins) und der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, Anfang April präsentierten. Sie erfasst die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche. Die Kartenkriminalität ist in der PKS den Betrugsdelikten zugeordnet.

Bei „Betrug bzw. Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel“ wurden 2018 insgesamt 62.067 Fälle erfasst. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um rund 1800 Fälle oder 2,9 Prozent. Die Aufklärungsquote wird mit 32,9 Prozent angegeben (2017: 34,0 Prozent).

Beim „Betrug/Computerbetrug mit Debitkarten ohne PIN“ (Elektronisches Lastschriftverfahren) ist die Zahl der polizeilich erfassten Fälle um 8,1 Prozent auf rund 16.600 zurückgegangen. Es liegt nahe, dass dies mit der insgesamt rückläufigen Nutzung des Elektronischen Lastschriftverfahrens zusammenhängt.

Bei den Fällen, in denen rechtswidrig erlangte Debitkarten mit PIN an Geldautomaten und am PoS (girocard-System) betrügerisch eingesetzt wurden, verzeichnet die Statistik eine Zunahme um 4,6 Prozent auf fast 23.000 Fälle.

Rückläufig ist dagegen die Entwicklung der Betrugsfälle mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten (zum Beispiel durch Skimming-Attacken an Geldautomaten). Hier gab es laut PKS eine deutliche Abnahme um zwölf Prozent auf rund 15.250 Fälle.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für die Bundesrepublik Deutschland wird vom Bundeskriminalamt auf der Grundlage der von den 16 Landeskriminalämtern zugelieferten Landesdaten erstellt.