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| Giro-Expresskonto

Mehr Zeit für Vertrieb

Wenn das Girokonto schnell eröffnet ist, freut das Kunde und Berater. Das zeigen die Erfahrungen von Förde Sparkasse und Taunus Sparkasse mit der Expresseröffnung.

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Kunden wollen heute schnell und ohne langwierige Erfassungen ein Girokonto eröffnen. Auch der Kundenberater möchte seinen Fokus verstärkt auf das Gespräch mit dem Kunden lenken.

Für diesen Bedarf wurde die Girokontoeröffnung-Expressvariante konzipiert und umgesetzt. Der Kunde erhält im stationären Vertrieb einfach und zügig in einem geführten Prozess ein gut ausgestattetes, direkt nutzbares Konto.

Zunächst werden nur die für den Vertrag oder die Person notwendigen Daten erfasst. Weitere Schritte, wie etwa das Einholen und Erläutern von Kundeneinwilligungen, erfolgen direkt nach der Kontoeröffnung oder in einem weiteren Beratungstermin.

 
Schnell zu Girokonto und Bezahlkarte kommen: Die Expresseröffnung kommt Kundenwünschen entgegen. © DSV

Nur noch eine Unterschrift

Die Girokontoeröffnung ist mit dem dynamisierten Girokombivertrag verbunden. Dies bringt dem Kunden und dem Berater Vorteile. Die Anzahl der erforderlichen Kundenunterschriften und die Zeit für das Kontoeröffnungsgespräch werden deutlich reduziert.

Der Vertrag bedarf nur einer Unterschrift, separate Unterschriften, etwa für eine Sparkassen-Card, entfallen. Vertragsbestandteile wie die Teilnahme am Onlinebanking oder der Antrag für die SparkassenCard sind bereits im OSPlus-neo-Dialog und auch im dynamisierten Girokombivertrag als Standard hinterlegt.

Die Expresseröffnung richtet sich an:

  • natürliche, volljährige Einzelpersonen (Handeln auf eigene Rechnung),
  • Neu- und Bestandskunden (Hauptfokus Neukunden) mit positiver Schufa.
Folgende Vertragskonstellation sind vorgesehen:
  • feste Produktbestandteile: SparkassenCard, Onlinebanking-Vertrag mit E-Postfach, Kontoauszug im E-Postfach und pushTAN-Sicherungsverfahren,
  • keine Einrichtung von Vollmachten im Rahmen der Kontoeröffnung (nachgelagert möglich).
Zur weiteren flächendeckenden Verbreitung unseres Online-Bezahlverfahrens Paydirekt wurde ergänzend auch die Registrierung in die Giro-Expresseröffnung integriert. Bereits mit dem OSPlus-Release 19.0 ist die automatische Anbindung der Paydirekt-Registrierung an die Girokontoeröffnung-Expressvariante einsetzbar.
 
© DSV

Förde-Sparkasse richtet mehr als 100 Konten in kurzer Zeit ein

Förde Sparkasse und Taunus Sparkasse haben den neuen Girokontoeröffnungsprozess im stationären Vertrieb bereits im Einsatz und geben einen ersten Einblick: „Ursprünglich hatten wir den Expressverkauf als Ergänzung zur normalen Girokontoeröffnung in OSPlus-neo eingeplant“, berichtet Malte Ohrt, Gruppenleiter Produktmanagement Marktservice bei der Förde Sparkasse.

Nur bei Kunden, die ohne Termin in der Filiale erscheinen und möglichst schnell eine Kontonummer benötigten, sollte der Expressverkauf genutzt werden. Die Sparkasse hat eine direkt an der Uni Kiel gelegene und zu Semesterbeginn stark frequentierte Filiale namens „Studiale“. Dank Expressverkauf konnte die Förde Sparkasse mehr als 100 Konten in kürzester Zeit einrichten und somit Zeit für andere Beratungsansätze gewinnen.

Papierloser Prozess überzeugt Kunden und Kollegen

 
So schnell kann es gehen: Der Kunde erhält im stationären Vertrieb in einem geführten Prozess schnell und zügig ein gut ausgestattetes, direkt nutzbares Konto. © DSV

„Die festen Produktbestandteile und die standardisierten Rahmenbedingungen machen eine Kontoeröffnung in wenigen Minuten möglich“, erläutert Ohrt. Mithilfe von iPad und digitaler Unterschrift sei zudem ein fast papierloser Prozess etabliert worden, der Kunden und Mitarbeiter überzeugt habe. „Beflügelt durch den Erfolg in der ,Studiale‘, haben wir im Anschluss auch allen weiteren Kollegen im Vertrieb die Expresskontoeröffnung zur Verfügung gestellt und bislang bereits über 400 Konten eröffnet“, sagt der Marktservice-Experte.

Positives Kundenerlebnis

Die Taunus Sparkasse hatte bereits im vergangenen Jahr bei der Hausmesse der Finanz Informatik erste Berührungen mit der Expresseröffnung. „Bei einer Live-Vorführung ist schnell deutlich geworden, dass der Prozess für Kunde und Berater ein positives Erlebnis ist – dank adressatengerechter Darstellung, der Reduktion auf das Wesentliche und sinnvoller Zusammenfassung von strategisch zusammengehörenden Produkten zu einem Ganzen“, sagt Sven Hudler, Referent Produktmanagement bei der Taunus Sparkasse.

„Das zusätzliche Angebot der Finanz Informatik, unser Haus bei einem kurzfristigen Prozesseinsatz eng zu begleiten, hat den Ausschlag für die rasche Einsatzentscheidung gegeben“, erläutert der Experte.

Die Hälfte aller Konteneröffnungen auf dem Expressweg

„Unter dem Motto ,Vier Unterschriften und alles dabei‘ wurde der Prozess Anfang Januar 2019 aktiv geschaltet. Trotz enger Zielgruppenvorgaben sei es gelungen, die Hälfte aller Privatgirovarianten in der Expresseröffnung abzubilden“, sagt Hudler. Die nahe Begleitung der pilotierenden Geschäftsstelle sowie der rege Austausch mit dem Vorstand und der Vertriebsführung habe einen schnellen Einsatz im Gesamthaus ermöglicht.

Der von Beginn an spürbare Schulterschluss aller Beteiligten habe zu einer guten Etablierung des Prozesses geführt. Die verkürzte durchschnittliche Bearbeitungszeit für eine Kontoeröffnung habe zusätzliche Freiräume für Spontantermine geschaffen. Zurzeit werden in der Sparkasse etwa 50 Prozent aller Girokonten auf dem Expressweg eröffnet.

Wünsche für die Zukunft: Fallabschließend, vollständig, wenig Nacharbeit

Wie sollte sich die Expresseröffnung weiterentwickeln? „Wir stellen uns einen fallabschließenden medialen Prozess vor“, sagt Hudler. Dieser solle die komplette Personenerfassung abbilden, „also die vollständige Vertragsanlage und die Bereitstellung aller notwendigen Zusatzdokumente – darunter Einlagensicherung, Kundeneinwilligung, FATCA, etc.

Der Prozess sollte auch die vollständige Legitimation enthalten, inklusive Upload von Adressbescheinigungen bei Reisepässen und digitaler Kundenunterschrift“, so Hudler. Die Taunus Sparkasse verspreche sich von der Reduzierung der Nacharbeiten ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit, fühlbare digitale Kompetenz und spürbaren Zeitgewinn für komplexere Beratungen. „75 Prozent dieses Ziels sind bereits mit heutigem Entwicklungsstand erreicht“, sagt Hudler.

Expresseröffnung wird im DSGV-Projekt weiter ausgebaut

Die Expresseröffnung wird im DSGV-Umsetzungsbegleitprojekt Modell P 2.0 weiter ausgebaut. Neben dem stationären Vertrieb ist vorgesehen, die Expresseröffnung für die Internetfiliale, die S-App und das Kunden-Service-Center bereitzustellen.

Um auch hier den Kunden eine schnelle und einfache Kontoeröffnung zu ermöglichen, soll diese durch Anbindung an die Videolegitimation mit der E-Signatur aus Kundensicht fallabschließend erfolgen. Ein Postversand oder ein Kundenbesuch in der Filiale für die Unterschrift wären damit hinfällig.

Ebenso soll das Girokonto in der Expressvariante zusätzlich mit einem Starter-Dispo, einer Kreditkarte und dem E-Safe ausgestattet werden. Der dynamisierte Girokombivertrag ist im Projekt erweitert worden, um dem Kunden die Vorteile auf allen Vertriebskanälen bieten zu können. Diese Weiterentwicklungsstufe wird den Sparkassen voraussichtlich ab OSPlus-Release 19.1 bereitgestellt.

Weitere Informationen zur und Umsetzungshinweise für die Giroexpresseröffnung sind im Rollout-Leitfaden (ROLF) im Umsetzungsbaukasten unter dem Projektsteckbrief „Modell P 2.0 Umsetzungsbegleitungsprojekt“ verfügbar.