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Multibankenfähigkeit ist eine Voraussetzung

Um dem Nutzer der Internetfiliale einen umfassenden Überblick über seine finanzielle Situation zu bieten, ist die Umsetzung der Multibankenfähigkeit erforderlich.

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Im sich verschärfenden Wettbewerb ist die Multibankenfähigkeit (MBF) der Internet-Filiale eine besonders wichtige Funktion. Sie schafft einerseits die Voraussetzung für ein umfassendes Persönliches-Finanz-Management (PFM)-Angebot mit konkretem Kundenmehrwert.

Zudem stärken die Institute die digitale Bindung („Lock-in-Effekt“) ihrer Kunden und erhöhen gleichzeitig die Beratungs- und Verkaufschancen. Dies stärkt nachhaltig die Kundenbindung sowie Cross-/Up-Selling-Möglichkeiten, nicht nur in den digitalen Kontaktwegen.

Finanztipps auf Basis der Datenauswertung

Das persönliche Finanz-Management ermöglicht den Kunden einen dezidierten, schnellen und bequemen Überblick über ihre finanzielle Situation. Sie können ihr Ausgabe- und Einnahmenverhalten analysieren und im Rahmen des geplanten Ausbaus auch eine zielorientierte Planung für die Zukunft vornehmen.

Die Sparkasse steht dabei beratend zur Seite und gibt entsprechende Finanztipps durch kundenindividuelle Datenauswertungen (Data Analytics, bei Vorliegen der EWE). Sparkassen-Kunden werden damit einen erheblichen Mehrwert in ihrem Onlinebanking beziehungsweise an ihrem Girokonto erleben.

Damit die Nutzer einen umfassenden Überblick über ihre finanzielle Situation im PFM erhalten, ist die Umsetzung der MBF zwingend erforderlich. Ansonsten erhalten Kunden nur eine bruchstückhafte Sicht auf ihre Finanzsituation. Genauso wie im stationären Finanzkonzept-Gespräch beziehungsweise Finanz-Check sind alle Konten, Kreditkarten, Anlagen, Depots und Kredite, auch bei anderen Finanzdienstleistern, für eine gesamthafte Beratung gemäß unserem Markenversprechen digital zu berücksichtigen.

Multibankenfähigkeit „lesend“ und „schreibend“

Inzwischen bieten 96 Prozent aller Sparkassen die MBF „lesend“, die im Juni 2018 live ging, in der Internet-Filiale an. In der Sparkassen-App gibt es die Funktionalität schon seit Jahren. Die Funktion MBF „schreibend“ wird am 15. November zentral bei allen Sparkassen durch die Finanz Informatik aktiviert, die bis dahin noch nicht selbstständig eine Aktivierung vorgenommen haben.

Damit können die Kunden auch Transaktionen über ihre eingebundenen Fremdbankkonten in der Internet-Filiale veranlassen. Die Kunden brauchen die Sparkassen-Sphäre nicht mehr zu verlassen und werden so stärker an die Sparkasse gebunden.

Inzwischen besteht auch die Möglichkeit, die gewonnenen Daten vom Vertriebsmanagement beziehungsweise im stationären Vertrieb zu nutzen, wenn der Kunde darin einwilligt. Die Sparkassen, die MBF „lesend“ einsetzen, agieren bereits als Kontoinformationsdienst. Im Zuge der Umsetzung der PSD2 agieren sie künftig bei MBF „schreibend“ zusätzlich als Zahlungsauslösedienst.

 
Multibanking – Alle Konten und Depots im Griff © DSGV

Wesentliche Leistungsmerkmale

Die MBF-Funktion ist eine optional nutzbare Servicefunktion für Onlinebanking-Kunden der Sparkasse. Der Konto-/Depotinhaber kann Girokonten, Sparkonten, Depotkonten, Kreditkartenkonten und sonstige Konten bei anderen in Deutschland zugelassenen Sparkassen und Banken beziehungsweise Anbietern von Zahlungsdiensten in das Onlinebanking der Sparkasse einbinden. Die jeweiligen Drittanbieter müssen hierzu die Möglichkeit eines Datenaustausches über eine entsprechende Schnittstelle (zum Beispiel FinTS, XS2A auf Basis der PSD2) bereitstellen.

Die MBF-Funktion ermöglicht es dem Konto- oder Depotinhaber, sich die eingebundenen Konten der Drittanbieter einschließlich der dazugehörigen Informationen wie Kontosalden, Umsätze und Depotbestände im Onlinebanking der Sparkasse anzeigen zu lassen.

Über die Darstellung und den Abruf von Kontoinformationen hinaus kann der Konto-/Depotinhaber mittels der MBF-Funktion bestandsverändernde Transaktionen auf den eingebundenen Konten der Drittanbieter auslösen, soweit er hierzu in den Systemen des Drittanbieters berechtigt ist.

Bestandsverändernde Transaktionen sind insbesondere die folgenden Vorgänge:

  • (Sammel-/Termin-) Überweisungen
  • Daueraufträge (Anlage, Änderung und Löschung)
  • Überträge
  • Wertpapierkäufe und -verkäufe, soweit ein Depotkonto mit entsprechender Funktionsunterstützung eingebunden ist,
  • gegebenenfalls weitere, mit den vorgenannten Vorgängen vergleichbare Transaktionen.
 
Multibanking einrichten © DSGV

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