Anzeige
| ARD-Bericht

Pensionskassen unter Druck

Laut ARD-Bericht von „Report Mainz“ betragen „die Kürzungen für Versicherte mitunter mehr als 300 Euro im Monat“.

Anzeige

„Niedrigzinsen und Negativzinsen sind ein Angriff auf die Altersvorsorge“, zitiert „Report Mainz“ den Wirtschaftswissenschaftler Professor Gerald Mann.

„Diejenigen, die für ihr Alter vorsorgen wollen, stellen fest, dass diese Produkte eine immer geringere Rendite abwerfen“, sagt Mann. Das könne bei einigen Leuten, die es sich nicht leisten können, noch mehr zu sparen, dazu führen, dass eine Versorgungslücke im Alter entstehe. Die Kürzungen der Kassen würden bis zu 30 Prozent betragen.

 
Und plötzlich ist das Geld weg... Ein Alptraum für Sparer und für Pensionskassen und deren Vorsorgekunden eine reale Gefahr. © dpa

31 Pensionskassen stehen aktuell unter "intensivierter Aufsicht" der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), heißt es im Bericht. Das Geschäftsmodell der Pensionskassen sei in Gefahr, wenn sich die Zinsen weiter auf diesem Niveau bewegen, zitiert der Bericht Frank Grund, Exekutivdirektor Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der Bafin.

Ein Drittel der Kassen unter "verschärfter Beobachtung"

Einerseits sinken die Einnahmen, andererseits könnten demnächst die Kosten für die Betreiber steigen. Der Gesetzgeber will Pensionskassen unter den Insolvenzschutz des Pensions-Sicherungsvereins (PSV) stellen, berichtet das Magazin "Procontra".

Das gehe aus dem „Referentenentwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze“ (7. SGB-IV-ÄndG) des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) vom 12. November hervor, heißt es dort weiter.

Das Magazin berichtet ebenso wie die Fernsehsendung, dass ein Drittel der Pensionskassen unter "verschärfter Beobachtung" der Bafin stünden.