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| Trendlabor S-Hub

Sparkasse der Zukunft mitgestalten

Der Sparkassen Innovation Hub (S-Hub) kooperiert mit Fintechs und Trendforschern. Zunehmend beteiligen sich auch Nutzer und Sparkassenkunden an Ideenfindung und Produkttests.

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Immer mehr Menschen liefern eigene Ideen oder testen und bewerten digitale Innovationen für die Sparkassen-Finanzgruppe. Die Anfang 2019 gegründete Plattform „Move“ des Hamburger Digitallabors Sparkassen Innovation Hub (S-Hub) wächst rasch. Die Nutzer-Gemeinschaft oder Community zählt bereits gut 4500 Teilnehmer aller Altersstufen aus verschiedenen Berufen, Gehaltsklassen und Regionen Deutschlands. „Das ist ein sehr spannendes Bild, das sich mit jedem Projekt weiter ausbaut und differenziert“, erläutert Jens Rieken, Leiter des S-Hub. „Diese Nutzer haben einfach Lust, die Sparkasse der Zukunft mitzugestalten.“

Da die Möglichkeit bestehe, mitzugestalten und offenes Feedback erwünscht sei, sei die Bereitschaft äußerst hoch, der Community beizutreten und sich aktiv zu beteiligen, sagt Rieken. Außerdem pflegten viele Nutzer eine starke emotionale Beziehung zur Marke Sparkasse.

 
S-Hub-Leiter Jens Rieken: „Unsere Nutzer haben Lust, die Sparkasse der Zukunft mitzugestalten.“ © S-Hub

Seit ihrer Gründung Anfang 2017 wurden in der Hamburger Digitalwerkstatt knapp 30 Produktideen entwickelt. Gut die Hälfte davon ging an Sparkassen, Verbundunternehmen wie den Deutsche Sparkassenverlag (DSV), die Finanz Informatik (FI) oder auch ein Start-up, wo sie in digitale Anwendungen übersetzt wurden. „Wir finden ein Unternehmen, das unsere Idee aufgreift und passend zum eigenen Geschäftsmodell ausdifferenziert und umsetzt“, erklärt Rieken. Neben Nutzerwünschen und Kundenerlebnis werde auch das Thema Sicherheit bei den Lösungen großgeschrieben.

„Fux“ sammelt Kleinbeträge für Aktienanlage

Zu den Meilensteinen der zum Hamburger Finanzsoftwareentwickler Star Finanz gehörenden Ideenschmiede zählen vor allem Innovationen, die von möglichst vielen Verbundunternehmen oder Sparkassen genutzt werden können. So entstand zusammen mit den Sparkassen und der Dekabank etwa die Idee „Fux“ , um Kunden den Einstieg in das Thema Investment zu erleichtern.

Fux soll Sparern einen einfachen Einstieg in die Wertpapieranlage bieten und sie wieder stärker zum Vermögensaufbau mit Aktien oder Fonds anspornen. „Hinter der Anwendung stand die Frage: Warum nutzt kaum jemand Aktien, obwohl Sparen nicht mehr attraktiv ist?“, erinnert sich Rieken.

Das Fintech Authada gewann 2017 den Hackathon des S-Hub, Symbioticon. Die Idee des Start-ups für einen digitalen Ausweis-Service hat mittlerweile die S-Markt & Mehrwert, ein Tochterunternehmen des DSV und der Deutsche Assistance Versicherung, übernommen und stellt die Lösung den Sparkassen zur Verfügung. Dabei wird ein Chip auf dem Ausweis mithilfe einer App ausgelesen, was Zeit bei der Bearbeitung von Kundendaten spart. Auch die Idee zur Knax-Taschengeld-App, die Kindern helfen soll, persönliche Sparziele zu erreichen, gehört bereits zum Angebot der Sparkassen.

Trends wie Neoökologie und Firmenkunden im Blick

Derzeit sucht der S-Hub unter anderem nach digitalen Lösungen für Firmenkunden sowie im Bereich Immobilienfinanzierung. Gemeinsam mit dem Frankfurter Zukunftsinstitut werden Trends wie Neoökologie und Sharing Economy analysiert und Ideen generiert, die auch für die Sparkassen interessant werden könnten.

Mit Blick auf das Thema globale Migration überlegen Teams in Workshops, wie entsandte Fachkräfte von deutschen Firmen im Ausland oder ausländische Fachkräfte in Deutschland über eine Sparkasse bei ihren Finanzen besser unterstützt werden könnten. Zum anderen werden gemeinsam mit dem Trendbüro in München Studien zu bestimmten Zielgruppen und innovativen Technologien erstellt.

Um Impulse für neue Ideen zu gewinnen, beobachten die IT- und Banking-Spezialisten vom S-Hub aktuelle Entwicklungen des Marktes, suchen zusammen mit Fintechs nach neuen Ansätzen und probieren diese aus. Der S-Hub fungiert dabei als Andockstelle für Fintechs und unterstützt junge Start-ups dabei, mit der Sparkassenorganisation zusammenzuarbeiten. Die Möglichkeit wird bereits von einer höheren zweistelligen Zahl von Start-ups genutzt.

Ahoi-Plattform verbindet Fintechs mit Sparkassen

Über die Multi-Banking-API „Ahoi“ wird Fintechs die Möglichkeit geboten, für Sparkassen innovative Ideen umzusetzen. „Das ist ein Baustein im API-Angebot der Sparkassen und wir nutzen es aktuell, um Anwendungen in unserer Sandbox auszuprobieren“, erklärt Rieken. Ahoi bietet Drittanbietern Zugang zu Basis-Finanzdaten von Kunden und Geldhäusern sowie die Möglichkeit der Datenspeicherung.

Die agile Organisationsstruktur ermöglicht es den 29 Mitarbeitern des S-Hub, zeitnah zu Ideen Prototypen zu bauen und diese innerhalb der Community zu diskutieren und zu erproben. „Wir möchten schnell zum nächsten Punkt kommen - hören aber auch sofort auf, wenn wir merken, dass wir in die falsche Richtung steuern“, erläutert Rieken. Ein Ziel für den S-Hub in den nächsten 18 Monaten ist es unter anderem, gemeinsam mit Sparkassen und Verbundpartnern neue Ideen auszuprobieren und nutzerzentrierte Innovationen voranzubringen.

Dazu startet auch im November der 4. Hackathon des S-Hub in Hamburg, auf dem diesmal 20 Teams unter dem Motto #beyond tomorrow zu bestimmten Aufgabenstellungen Ideen entwickeln und präsentieren können. Hinzu kommen zahlreiche Fachvorträge und Diskussionen. „Mit der bisherigen Resonanz der Teilnehmer sind wir sehr zufrieden“, summiert Rieken. „Die Symbioticon kooperiert in diesem Jahr erstmals mit der Fintech Week, da wir unser Event auch in Zukunft für andere wichtige Innovationsthemen gerade im Fin-, Insure- und Proptech-Markt verstärkt öffnen wollen.“