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| Bilanzdaten 2018 (Update 04/19)

Sparkassen-Ranking jetzt auch mobil

Das Bilanz-Ranking aller Sparkassen wird im SparkassenZeitungs-Portal tagtäglich stark nachgefragt. Der S-Bilanzmonitor stellt zentrale Daten wie Bilanzsumme oder Kundenkredite (Stand: 12/2018) in einer virtuellen Kartenanwendung im Web bereit.

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Den S-Bilanzmonitor finden Sie hier.

„Könnte man die Bilanzdaten der Sparkassen nicht in einer virtuellen Deutschlandkarte, die Sie schon für andere Themen einsetzen, statt nur als Pdf-File präsentieren?“, fragte im Herbst 2013 ein Orgaleiter am Rande eines Telefonats mit der Redaktion. Eine Idee war geboren, die uns schnell fasziniert hat und die wir in den vergangenen Jahren immer weitergesponnen und jetzt in einer fünften Version realisiert haben.

Am Anfang stand zunächst die simple Frage im Raum: Lassen sich nüchterne Bilanzzahlen (Stand: 2013) von damals 418 und heute <Update: 04/19>385 Sparkassen (inkl. Berliner Sparkasse) mit einem geografischen Informationssystem koppeln, das wir seit Jahren für unsere virtuellen Karten einsetzen? Und gibt es so etwas schon? Nach einer Google-Recherche wird deutlich, dass es im Netz nichts Vergleichbares gibt.

Ein erstes Gespräch mit unserem Kooperationspartner Stepmap zeigt: nicht trivial, aber vermutlich auf der Basis des vorhandenen Filialfinders einer großen Drogeriemarktkette machbar, der wenige Monate zuvor als Pilotanwendung online gegangen war. Die dort eingesetzten Präsentations- und Steuerungsmöglichkeiten schienen den Entwicklern seinerzeit auf unsere Anforderungen durchaus anpassbar.

Von der vagen Idee zum Konzept

„Machen Sie doch mal eine Projektskizze, wie das am Ende aussehen soll, dann schauen wir mal, ob wir das auf Basis vorhandener Systeme realisieren können“, so die Stepmap-Macher. Erste Anlaufstelle für die Redaktion die Abteilung Statistik des DSGV: „Welche Daten haben wir und welche eignen sich für eine Präsentation?“, lautet die zu klärende Kernfrage.

Sämtliche Ortsdaten, die zur Lokalisierung der Institute notwendig sein würden, waren vorhanden und das in Formaten, die sich in ein geografisches Informationssystem einspielen lassen. Um das Ganze nicht zu überfrachten, waren zudem einige wenige, aber dennoch aussagekräftige Bilanzdaten auszuwählen. Doch welche? Am ehesten die, die in der Vergangenheit stets im Frühjahr in SparkassenZeitung und Betriebswirtschaftlichen Blättern publiziert worden sind, also:
  • Bilanzsumme
  • Kundeneinlagen
  • Spareinlagen
  • Kundenkredite
  • Mitarbeiterzahl
  • Filialen einschließlich SB
Diese Kerndaten charakterisieren nach wie vor alle Häuser recht gut und lassen sich auch gut vergleichen. Die Umsetzung einer Excel-basierten Tabelle dürfte wohl auch kein besonderes Problem sein, dachten wir – als Nichttechniker – und schickten sie den Entwicklern von 123map in Hannover, die im Projekt für die eigentliche Technik und Programmierung zuständig waren. „So weit, so gut“, die schnelle Reaktion. „Doch wie sollen die Daten der Einzelsparkasse am Ende ausgegeben werden?“

Den S-Bilanzmonitor finden Sie hier.

 
Der Klick auf eine einzelne Sparkasse öffnet ein neues Fenster mit den wichtigsten Bilanzdaten. Hinterlegt ist auch die URL, sodass sich aus dem S-Bilanzmonitor direkt die jeweilige Homepage ansteuern lässt.

In der realisierten Version hat sich die Redaktion für ein kombiniertes Verfahren entschieden. Durch einen Klick auf eine Sparkasse öffnet sich ein Fenster, das übersichtlich alle Daten zur jeweiligen Sparkasse enthält. Der eigentliche Clou der Anwendung ist jedoch die interaktiven Ausgabeliste.

Je nach gewähltem Kartenausschnitt finden Nutzer dort alle Institute mit ihren Daten. Standardmäßig eingestellt ist die Bilanzsumme, absteigend sortiert. Über eine Menübox können auch die anderen Bilanzdaten, etwa Kundenkredite oder Zahl der Mitarbeiter, abgerufen werden. Eine umgekehrte Sortierung (aufsteigend) kann je nach Bedarf ebenfalls ausgewählt werden (roter Pfeil).

Mehr Nutzwert durch Einstellen von Verbandsgebieten

 
Mit dem S-Bilanzmonitor können alle Verbände – im Beispiel der OSV – einzeln dargestellt werden.

Im Sommer 2014 war das System bis hierhin im Prinzip fertiggestellt. „Wäre es nicht sinnvoll, alle Institute eines Verbandsgebiets mit einem Klick auswählen und vergleichen zu können?“, fragte jemand während der redaktionsinternen Testläufe. „Machbar“, hieß es dazu bei den Entwicklern, „dafür müssen wir alle Sparkassen ihren jeweiligen Verbänden zuordnen.“ Rückfrage bei den Statistikern: „Gibt es und können wir bereitstellen.“ Also wurde die Datenbank mit den Bilanzdaten der Institute um ein weiteres Feld „Verbandszugehörigkeit“ erweitert.

„Nützlich wäre es doch auch, von jedem Institut direkt zu dessen jeweiliger Website springen zu können“, meinte ein anderer Redaktionskollege. Eine komplette elektronische URL-Liste aller Websites gab es ad hoc weder in der Redaktion noch bei der Statistik – die Zeit drängte jedoch, weil die Entwickler ohne die Liste erst einmal nicht weiter arbeiten konnten. Also wurde eine studentische Hilfskraft dazu „verdonnert“, im Eiltempo alle Sparkassen-URLs zu erfassen und das ebenfalls neue Feld „Web-Präsenz“ der Datenbank mit Leben zu füllen.

Oberhalb der Karte finden die Nutzer heute alle zwölf Regionalverbände der Sparkassen-Finanzgruppe, die sich einzeln an- und abklicken lassen. Auf diese Weise kann gezielt ein Verband (oder auch mehrere) für einen Institutsvergleich ausgewählt werden. Standardmäßig sind alle Verbandsgebiete aktiviert.

Aufgenommen hat die Redaktion aus Gründen der Vollständigkeit auch die Berliner Sparkasse, die früher nicht nicht im Sparkassen-Ranking enthalten war. <Update 04/19>Für 2018 sind die Bilanzdaten sowie die Zahl der Filialen der Berliner Sparkasse jetzt nahezu kompatibel mit denen der übrigen Institute.

Instituts- und Ortssuche erleichtert Auffinden von Sparkassen

 
Gesucht werden kann nach einem bestimmten Institut bzw. nach einem Ort oder einer Postleitzahl.

Die Karte selbst ist stufenlos zoombar. Soll etwa das eigene Geschäftsgebiet mit den umliegenden Sparkassen „gerankt“ werden, lässt sich das gewünschte Gebiet über einen Schieberegler sowie alternativ mit „Plus“- und „Minus“-Tasten exakt scrollen und justieren. Die gesamte Karte lässt sich zudem über zwei Suchboxen (Institutssuche + PLZ/Ortssuche) durchforsten. Die Suchfunktion ist mit dem Freischalten des S-Bilanzmonitors 2014 in den Regelbetrieb überführt worden. Die Rückmeldungen der Nutzer zu dieser Funktion waren durchweg positiv.

<Update 01/19>

Verlag und Redaktion haben in den vergangenen Monaten über ein responsives Design des S-Bilanzmonitors nachgedacht, da er in der ursprünglichen Version nur unzureichend mobile Devices wie Smartphones oder Tablets unterstützt hat. Zum Start des neuen SparkassenZeitung-Portals ist deshalb auch eine neue S-Bilanzmonitor-Version freigeschaltet worden, die jetzt auch mobile Devices unterstützt. So sind die Bilanzdaten aller bundesdeutschen Sparkassen jetzt mobil und mit einem Klick nutzbar. Um das Handling auf den mitunter kleinen Displays zu erleichtern, wurde auch die Suchfunktion deutlich verbessert. Schon nach Eingabe eines Buchstabens wie K kommen die ersten, meist passenden Vorschlägen, die man nur noch anklicken muss.

Autor
Jürgen Janik ist Redakteur der Betriebswirtschaftlichen Blätter in Mannheim und verantwortlich für das Konzept des S-Bilanzmonitors.

Wie gefällt Ihnen die fünfte Version unseres S-Bilanzmonitors? Was finden Sie gut, was könnte man besser machen? Was fehlt Ihnen vielleicht noch? Schreiben Sie uns einen Kommentar (unten) oder schicken Sie eine E-Mail an bbl@jjmedienagentur.de Durch konstruktive Kritik helfen Sie uns, den S-Bilanzmonitor weiter zu verbessern.