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| Geld- und Wertdienste

Streiks sind beendet

Die Verhandlungskommissionen haben sich auf einen vorläufigen Tarifabschluss für die 12 000 Beschäftigten der Geld- und Wertdienstleister verständigt. Das teilt der Arbeitgeberverband BDGW mit. Auf die Geldinstitute kommen möglicherweise höhere Preise für Werttransporte und Geldbearbeitung zu.

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In der fünften Runde der Tarifauseinandersetzung für die Geld- und Wertdienstleister haben sich die Verhandlungskommissionen der Gewerkschafts- und Arbeitgeberseite nach einem 14-stündigen Verhandlungsmarathon auf einen vorläufigen Tarifabschluss für die 12 000 Beschäftigten der Geld- und Wertdienstleister verständigt.

Der zweijährige Tarifvertrag sehe Erhöhungen von bis zu 14,42 Prozent für den Geldtransport und 17,15 Prozent für die Geldbearbeitung in den Cash-Centern vor, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW), Harald Olschok. Mit diesen Erhöhungen gehe der BDGW "weit über die Schmerzgrenze hinaus".

Es sei jedoch im Interesse der Kunden aus Handel und Banken und letztlich auch im Verbraucherinteresse gewesen, die dreitägigen Warnstreiks schnell zu beenden, sagte Olschok. Er wies auch darauf hin, dass die Preise für die Bargeldlogistik bei derart hohen Lohnsteigerungen deutlich anstiegen.

Die Verdi-Bundestarifkommission stimmte am Freitagmittag dem Ergebnis zu und kündigte bis spätestens Samstag, 0 Uhr, das Ende der Streiks an. Verband und Gewerkschaft haben eine dreiwöchige Erklärungsfrist, bis zum 24. Januar, vereinbart.

Der Abschluss geht weit über die Vorgaben der BDGW-Mitgliedunternehmen hinaus, bekräftigte Olschok. Deshalb sollen die Mitglieder der BDGW am Montag, 21. Januar, in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die Annahme des Tarifergebnisses abstimmen.