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| Nachhaltigkeitskredit

Weniger Zinsen für nachhaltiges Wirtschaften

Neue Wege im Kreditgeschäft: Der Technologiekonzern Voith wird für einen Kredit bei der LBBW künftig Zinsen zahlen, deren Höhe vom nachhaltigen Wirtschaften des Unternehmens abhängig ist.

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Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat ihr Angebot an nachhaltigen Finanzierungen für Unternehmen nach grünen Schuldscheindarlehen und Green Bonds damit weiter ausgebaut. Die Vereinbarung mit dem Voith-Konzern sei ein Novum in Deutschland, heißt es bei der Landesbank in Stuttgart. In seinem Branchenbereich zählt Voith laut der Nachhaltigkeitsagentur Oekom zu den führenden Unternehmen mit Blick auf das nachhaltige Wirtschaften.

Dabei hat Voith als globaler Konzern in mehr als 60 Ländern weltweit, rund 19 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 4,2 Milliarden Euro eine beachtliche Bandbreite an Produkten. Das Heidenheimer Familienunternehmen ist vor allem für die Produktion und Vertrieb von Maschinen für die Papierindustrie, technische Ausrüstungen für Wasserkraftwerke sowie Antriebs- und Bremssysteme bekannt, hat aber auch Serviceleistungen und digitale Lösungen in weiteren Feldern.

 
Voith ist als Konzern für vielfältige Lösungen von digitalen Services bis hin zum Maschinenbau bekannt. Nicht so bekannt ist die nachhaltige Ausrichtung des Familienunternehmens. © dpa

Den flexiblen Teil des Kredits nennen Bank und Unternehmen eine "Positive Incentive"-Komponente. Diese schaffe "einen monetären Anreiz zum Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele", sagt Voith-Finance-CEO Michael Hannig. "Dies zeigt, dass Nachhaltigkeit auch auf der Finanzierungsseite für Unternehmen immer wichtiger wird."

Die LBBW positioniere sich als "kompetener Partner für nachhaltige Finanzierungen", sagt LBBW-Vorstandsmitglied Karl Manfred Lochner wiederum.Das Thema gewinne angesichts des EU-Aktionsplans zum nachhaltigen Finanzwesen immer mehr an Relevanz. Deswegen spreche man zu Recht von einer Win-win-Situation für Kreditgeber und Kreditnehmer.