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| DSV-Gruppe

Worldline plant Übernahme von Ingenico

Der weltweit tätige Zahlungsverkehrs- und Transaktionsdienstleister Worldline hat seine Absicht mitgeteilt, die Ingenico Group zu erwerben, um einen globalen Branchenführer im Bereich Payment Services zu etablieren.

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Mit dieser Zusammenführung der beiden französischen börsennotierten Payment-Spezialisten baut Worldline seine Marktstellung weiter aus. Diese Verbindung hat positive Auswirkungen auf das bisherige Joint Venture des DSV mit der Ingenico Group, Payone. Mit Vollzug des Erwerbs von Ingenico durch Worldline wird Payone im immer stärker weltweit geprägten Payment-Markt ein größeres globales Dach erhalten – neben der weiterhin über die DSV-Gruppe bestehenden Anbindung an die Sparkassenorganisation.

Stollarz: Entwicklung vorteilhaft für alle Beteiligten

Michael Stollarz, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSV-Gruppe, sieht in der Transaktion „eine vorteilhafte Entwicklung für alle Beteiligten“. Denn das Payment von heute sei geprägt von Skalierung und einer umfassenden Angebotspalette, die den Bedarf des Händlers deckt – vom Kleingewerbetreibenden bis zum international tätigen Konzern. Worldline stehe genau für diesen Ansatz: Globale Reichweite kombiniert mit der heimischen Erfahrung.

 
DSV-Chef Stollarz erwartet eine Erweiterung der Produktpalette und eine beschleunigte Digitalisierung der Prozesse.

Von der Stärke des zusammengeführten Unternehmens, seinen Lösungen und Synergien werde Payone entscheidend profitieren. Es sei klar, dass dies auch Vorteile für die Sparkassen-Finanzgruppe bringe, von der Erweiterung der Produkt- und Terminalpalette bis hin zur Digitalisierung der Prozesse. Hier würden die Komponenten von Worldline der Payone helfen, so Stollarz, ihre Ziele zum Vorteil der Händler und Institute schneller zu erreichen.

Impuls für S-Händlerservice

Weitere Vorzüge der neuen Kooperationsmöglichkeiten für die Sparkassen liegen aus Sicht von Stollarz auf der Hand. Durch das umfassendere Angebot wird sich der Erfolg des S-Händlerservices weiter beschleunigen, was im Gegenzug die Integration in die IT-Systeme der Sparkassen erleichtert.

Ziel ist es, dass die Sparkasse und der S-Händlerservice Hand in Hand arbeiten und den Kunden passgenau beraten können. „Worldline sieht vor, sein Deutschland- und Österreich-Händlergeschäft in Payone zu integrieren und mit ihren Software-Komponenten das Leistungs- und Lösungsangebot zu erweitern. Das beschleunigt die Umsetzung der digitalen S-Händlerservice-Strategie.“

DSV vertritt Sparkasseninteressen

Im Zuge der Dialoge zur Vorbereitung der geplanten Übernahme von Ingenico durch Worldline wurde vertraglich vereinbart, dass Payone weiterhin als eigenständiges Joint Venture in der Gruppe geführt wird. Die Aktivitäten von Worldline im Segment Händlerservice werden in Deutschland und Österreich künftig durch Payone ausgeführt; in der Folge beläuft sich der Anteil des DSV dann auf 40 Prozent (bisher: 48 Prozent). Die Vertragsunterlagen sehen unverändert vor, dass wichtige Entscheidungen im Konsens beider Partner getroffen werden.

Im Rahmen der Neuorganisation wird auch das Geschäftsgebiet der Payone, die sich bei der Gründung des Joint Ventures auf Deutschland und den angrenzenden deutschsprachigen Raum ausgerichtet hatte, jetzt auf Deutschland und Österreich fokussiert. Die Schweiz wird künftig von Worldline beziehungsweise von SIX in deren Heimatmarkt betreut. Kunden, die übergreifend tätig sind, können durch den Verbund zweier starker Anbieter hierbei noch besser betreut werden.