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| Jahresbilanz

Wuppertaler sparen gern

Kunden der Stadtsparkasse Wuppertal legten 2019 mehr zurück, setzen als Anleger zunehmend auf Wertpapiere und sicherten sich gegen Lebensrisiken ab.

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Bei der Stadtsparkasse Wuppertal wuchsen die Spareinlagen der Kunden im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf mehr als 5,6 Millionen Euro. Es werde weiterhin gerne gespart, sagte Gunther Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Wuppertal.

„Aber die Wege, wie gespart wird, ändern sich vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase zunehmend“, erläuterte der Vorstandschef bei der Bilanzpressekonferenz in Wuppertal.

2019 sei gegenüber dem Vorjahr auch die Anzahl der Anlagekunden mit Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Investmentfonds deutlich gestiegen. Laut der Bilanzzahlen des Instituts wuchsen das Anlagevolumen in diesen Segmenten um 11,4 Prozent auf fast 1,7 Millionen Euro.

 
Die denkmalgeschützte Haupstelle der Stadtsparkasse Wuppertal aus den 1970er-Jahren ist das höchste Gebäude in der nordrhein-westfälischen Stadt. © Sparkasse

Zudem sorgten mehr Wuppertaler für das Alter vor und sicherten sich gegen Risiken ab. Bei den Lebens- und Sachversicherungen wuchs der Bestand um rund 2950 Verträge auf mehr 71.300 Policen. Mehr als 800 Schadenfälle seien direkt in Wuppertal über den persönlichen Ansprechpartner der Sparkasse reguliert worden, in den anderen Fällen über die Partner der Provinzial.

Stabiles Firmenkundengeschäft

Die Stadtsparkasse sagte Kredite im Gesamtvolumen von 263 Millionen Euro zu, die meisten davon für Immobilien und den privaten Wohnungsbau. Die Kreditzusagen an Firmenkunden lagen mit 495 Millionen Euro auf dem Niveau der beiden Vorjahre. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen erhielten Mittel für neue Produktionsstätten oder -anlagen. Die Anzahl der Geschäftsgirokonten blieb mit knapp 30.000 stabil.

 
Vorstand der Stadtsparkasse Wuppertal mit (von links) Axel Jütz, Vorstandschef Gunther Wölfges und Patrick Hahne, stellvertretendes Vorstandsmitglied. © Sparkasse

Großer Beliebtheit erfreute sich 2019 auch wieder die Sparkassen-App. Die Anzahl der Nutzer verdoppelte sich seit 2015 nahezu auf rund 54.000. 2015 registirierte das Institut 30,1 Millionen digitale Kundenkontakte, 2019 waren es 45 Millionen, sechs Millionen mehr als im Vorjahr.

„Die Menschen mögen die persönliche Beratung bei komplexen Finanzanliegen, schätzen aber bei der Abwicklung von einfachen Finanzgeschäften wie Überweisungen zunehmend digitale
Möglichkeiten“, erläuterte Patrick Hahne, stellvertretendes Vorstandsmitglied.

Seit dem 1. Januar 2020 werden alle Filialen und Standorte der Stadtsparkasse mit Ökostrom der Wuppertaler Stadtwerke betrieben. Bis 2021 möchte das Geldinstitut klimaneutral arbeiten.

Das Jahresergebnis nannte Wölfges stabil. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt laut Institutsstatistik bei 44, 8 Millionen Euro nach 51,1 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss sank von 13,1 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 11,3 Millionen Euro im Jahr 2019.