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Helaba / Deka
Helaba-Gremien geben grünes Licht
Der Vorstand der Helaba soll mit der Dekabank erörtern, wie die Stärken beider Häuser in ein Zentralinstitut zusammengeführt werden können.

Wie die Helaba mitteilt, hätten Trägerversammlung und Verwaltungsrat den Vorstand beauftragt, mit Vertretern der Dekabank Deutsche Girozentrale zu erörtern, wie die Stärken beider Häuser in ein leistungsfähiges Zentralinstitut der Sparkassen-Finanzgruppe mit einem integrierten Geschäftsmodell zusammengeführt werden können. Der Beginn der Gespräche sei für Januar 2020 geplant.

Vor gut einer Woche (5. Dezember) hatte der Verwaltungsrat der Dekabank Deutsche Girozentrale den Vorstand beauftragt, eine vertiefte Zusammenarbeit mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zu prüfen. Die Aufnahme der Gespräche sei abhängig von einem entsprechenden Auftrag der Helaba-Gremien, der nun erteilt ist.

Dekabank und Helaba könnten nach Vorstellung von DSGV-Präsident Helmut Schleweis der Nukleus eines Zentralinstituts für die öffentlich-rechtliche Gruppe werden. Die Kontrollgremien der Helaba – Verwaltungsrat und Trägerversammlung – tagen Ende kommender Woche.

Anfang Oktober hatten die Präsidenten der regionalen Sparkassenverbände und die Obleute der Sparkassenvorstände grundsätzlich dafür votiert, die Idee weiter voranzutreiben.

Thomas Groß wird neuer Vorstandschef

Die Helaba verkündete auch einen Wechsel an der Spitze. Herbert Hans Grüntker (64) werde mit Erreichen der Altersgrenze seine Tätigkeit als Vorsitzender des Vorstandes der Helaba beenden und am 31. Mai 2020 in den Ruhestand gehen. Thomas Groß (54) wurde mit Wirkung zum 1. Juni 2020 zum Vorstandsvorsitzenden der Helaba bestellt. Mit Erreichen der Altersgrenze trete auch Norbert Schraad (64) zum 31. Mai 2020 in den Ruhestand.

Der künftige Helaba-Chef Thomas Groß ist seit 2012 Mitglied des Helaba-Vorstands. 2015 wurde er zum Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden berufen. Er verantwortet das Risikocontrolling der Bank, das Credit Risk Management, das Cash Management, das Strategieprojekt Digitali­sierung, die Frankfurter Sparkasse, die Frankfurter Bankgesellschaft sowie das Branch Management New York. Seine Karriere startete er 1992 als Berater bei der Boston Consulting Group (BCG). Vom Jahr 2000 an war er Partner und Geschäftsführer im Frankfurter Büro, spezialisiert auf die Beratung von Finanzdienstleistungsunternehmen. Danach bekleidete Groß Führungspositionen bei der Unicredit Group. Von 2008 bis zu seinem Wechsel zur Helaba war er Mitglied des Vorstandes der WestLB.

Norbert Schraad ist seit 1993 für die Helaba tätig und seit Mai 2006 Mitglied des Vorstandes. Er ist verantwortlich für das Firmenkundengeschäft sowie Corporate Finance. Von 1985 bis 1993 bekleidete Schraad verschiedene Positionen bei der Deutschen Bank AG. Anschließend wechselte er zur Helaba und baute das Corporate-Finance-Geschäft zu einer tragenden Säule der Helaba auf. 1998 wurde er Generalbevollmächtigter, bevor er 2006 in den Vorstand berufen wurde. Unter Schraads Leitung hat die Helaba ihr Kundengeschäft kontinuierlich erfolgreich ausgebaut und weiterentwickelt. Nach seinem Ausscheiden wird der Verantwortungsbereich von Hans-Dieter Kemler übernommen, der dann im Vorstand das neue Dezernat Corporates & Markets leitet.
13. Dezember 2019