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Kontaktloses Bezahlen
Girocard: Anhebung des Kontaktlos-Limits auf 50 Euro
Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) plant, im Girocard-System die Option der kontaktlosen Kartenzahlung am Point of Sale ohne PIN-Eingabe von 25 auf 50 Euro zu erhöhen. Das teilte die DK heute mit.

Mit der Erhöhung des Limits von heute 25 auf 50 Euro pro Transaktion erweitere die DK im Girocard-System den Einsatz dieser hygienischen Bezahlmethode. So könnten Kunden im Handel bei Einkäufen bis 50 Euro pro Transaktion auch mit ihrer Girocard kontaktlos bezahlen, ohne die PIN am Kassenterminal eingeben zu müssen.

Gerade in der aktuellen Situation erleichtere dies zusätzlich den Bezahlvorgang an der Kasse für Händler und Kunden. Karteninhaber müssen laut der DK weiterhin auf Basis gesetzlicher Vorgaben spätestens nach fünf Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von 150 Euro wieder die PIN eingeben.


Der genaue Umsetzungsplan werde von allen Beteiligten erarbeitet, denn die Stabilität der Systeme habe dabei in der aktuellen Phase auch weiterhin oberste Priorität. In Deutschland gebe es über 100 Millionen Girocards – mehr als 75 Millionen davon seien bereits kontaktlosfähig. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat aktuell 44 Millionen Sparkassen-Cards (95 Prozent) mit der Kontaktlos-Funktion ausgestattet. Ende 2020 sollen nahezu alle 46 Millionen Sparkassen-Cards kontaktlosfähig sein.


Kunden, die komplett auf die PIN-Eingabe verzichten möchten, könnten die digitale girocard im Smartphone nutzen. Beim Bezahlen mit dem eigenen Smartphone gebe der Kunde jede Bezahlung ab dem ersten Cent mit der gewohnten Entsperrfunktion seines Smartphones an der Kasse frei – zum Beispiel mit Geräte-Code, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Die Sparkassen-Finanzgruppe bietet hierfür die App „Mobiles Bezahlen“ für Android-Smartphones sowie das Bezahlen via Apple Pay mit iPhone oder einem anderen Apple-Pay-fähigen Device an.

 

Stephan Arounopoulos, S-Payment
– 30. März 2020