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Deutsche bleiben beim Bezahlen weiter auf Abstand
Auch fast drei Monate nach Beginn der ersten Abstandsregelungen setzt die Bevölkerung an der Kasse vermehrt auf Karte und kontaktloses Zahlen. Zurzeit erfolgen laut der Initiative Deutsche Zahlungssysteme fast die Hälfte aller Bezahlvorgänge per Girocard.

Die repräsentative Online-Befragung von 1179 Personen zwischen Mitte April und Ende Mai zeigt: Trotz sinkender akuter Infektionszahlen bleibt die Motivation der Bevölkerung für die Kartenzahlung bestehen. Seit Beginn der Coronakrise steige die Nutzung der Girocard kontinuierlich an. Gemäß der Angabe der Befragten bezahlten sie ihre letzten zehn Einkäufe im Laufe der letzten sechs Wochen 14 Prozent häufiger mit der Girocard (von 4,2 auf 4,8 Einkäufe). Die Barzahlung hingegen werde weniger genutzt (von vier auf 3,7 Einkäufe).  

Zahlverhalten ändert sich quer durch die Generationen 
Eindrucksvoll zeige sich die Veränderung im Zeitverlauf bei den 16- bis 39-Jährigen sowie auch bei den Befragten ab 60 Jahren. Die jüngste befragte Altersgruppe (16 bis 29 Jahre) gibt an, 5,4 ihrer letzten zehn Einkäufe mit Girocard bezahlt zu haben. Im Vergleich zu Mitte April entspreche das einem Zuwachs von 26 Prozent (damals: 4,3 Einkäufe). Bei den 30- bis 39-Jährigen betrage die Erhöhung 17 Prozent (4,7 auf 5,5 Einkäufe). Und auch bei den Personen ab 60 Jahren sei ein deutlicher Anstieg von 16 Prozent (3,7 auf 4,3 Einkäufe) zu erkennen. Auch wenn die Generation 60+ oft als bargeldaffiner als jüngere Altersgruppen gelte, habe ein Drittel (34 Prozent) angegeben, aktuell (wesentlich) häufiger die Girocard zu nutzen. Über alle Altersgruppen hinweg sind es laut der Befragung 40 Prozent. 

Kartenzahlung ist ein Trend, der durch Corona verstärkt wird 
Die Vermutung, dass es sich bei der verstärkten Kartenzahlung um einen nachhaltigen Trend handelt, der lediglich durch die aktuelle Situation verstärkt wurde, wird auch durch die Angaben der Befragten zu ihrer Bezahlmotivation gestützt. Glücklicherweise seien die akuten Infektionszahlen in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Die ursprüngliche Motivation vieler, aus Vorsicht zur Karte zu greifen, trete daher etwas in den Hintergrund. Hätten Ende April noch 67 Prozent angegeben, aus Rücksicht vor dem Kassenpersonal mit Karte zu zahlen, sei es nun noch etwas mehr als jeder Zweite (56 Prozent). 

Leicht an Bedeutung verloren hätten auch die Angaben „weil mich mein Händler darum bittet“ (von 44 auf 40 Prozent) und „weil ich es hygienischer finde“ (von 56 auf 53 Prozent). Stand heute würden die Vorteile der Kartenzahlung häufiger genannt: Die Gründe „ich kann immer passend zahlen“ (27 Prozent) und „einfach, weil mir danach ist“ (14 Prozent), hätten an Bedeutung gewonnen (32 Prozent und 17 Prozent). Der Wandel hin zur Kartenzahlung und zum berührungslosen Bezahlen ist kontinuierlich – und dürfte nach Aufhebung der umfangreichen Beschränkungen des täglichen Lebens weiter voranschreiten. 

In der repräsentativen Online-Studie von infas quo im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e. V. wurden 1179 Personen zwischen 16 und 69 Jahren zu ihrer aktuellen Meinung und ihrem Verhalten in der derzeitigen Coronakrise befragt. Die Erhebungen von infas quo fanden regelmäßig zwischen Mitte April und Ende Mai 2020 statt. 
 

Stephan Arounopoulos, S-Payment GmbH
– 25. Juni 2020

Sönke S.

Coole Entwicklung. 👍
Vielleicht wäre sogar noch mehr drin, wenn wir uns mal einig werden, wie das kleine rote Kärtchen heißen soll😉 ...zwei Marken (auch bei Umfragen) sind immer schwierig #girocard #Sparkassen-Card