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Provinzial-Konzern
Größter Schaden der Firmengeschichte
Provinzial-Kunden haben dem Konzern bislang 33.142 Schäden mit einem Gesamtvolumen von 761,3 Millionen Euro gemeldet. 70 Millionen Euro wurden bereits in Anspruch genommen, die Gesamtschadenhöhe ist noch nicht absehbar.

Das gesamte überflutete Gebiet in beiden Bundesländern fällt in das Geschäftsgebiet der Provinzial, die erst im vergangenen Jahr aus zwei gleichnamigen Versicherern entstanden war. Jetzt gehe es um schnelle Hilfe für die Betroffenen, sagt Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Holding, und spricht nach den Verheerungen des Tiefdruckgebiets Bernd vom größten und teuersten Schadenereignis der Provinzial-Geschichte.

„Wir haben dazu unsere Kräfte in der Schadenregulierung aus allen Regionen des Konzerns gebündelt und unsere Bearbeitungsprozesse komplett auf eine möglichst pragmatische Hilfe für unsere Kunden ausgerichtet“, so Breuer.

Dankt „für den unglaublichen Einsatz unserer Vertriebspartner vor Ort“: Provinzal-Konzernchef Wolfgang Breuer.

Der mit Abstand größte Teil der Schäden entfalle auf die Wohngebäude- und Hausratversicherung, in der mehr als 29.000 Schäden gemeldet wurden. Zudem wurden 31 Millionen Euro Schaden an fast 5000 Fahrzeugen gemeldet. Mehr als 70 Millionen Euro an Entschädigungen seien bereits ausgezahlt worden.

Der Provinzial-Vorstandschef dankte „für den unglaublichen Einsatz unserer Vertriebspartner vor Ort, der vielen Beteiligten aus unserer Schadenregulierung und von zahlreichen weiteren Einheiten des Provinzial Konzerns sowie aus dem Kreis der öffentlichen Versicherer“. Mit vereinten Kräften und kollegialer Unterstützung sei es möglich gewesen, Erreichbarkeit, Arbeitsfähigkeit und Betreuung der Kunden vor Ort aufrechtzuerhalten.

Flut an der Ahr: Dank eines flächendeckenden Netzwerks aus Provinzial-Geschäftsstellen und Sparkassenfilialen kann die Provinzial weiterhin Vor-Ort-Regulierung und Soforthilfe leisten.

Verbundnetzwerk sorgt für schnelle Hilfe

Dank eines flächendeckenden Netzwerks aus Provinzial-Geschäftsstellen und Sparkassenfilialen kann die Provinzial weiterhin Vor-Ort-Regulierung und Soforthilfe leisten. Bereits im Juni hatte eine Serie von Unwetterereignissen für Millionenschäden bei Provinzial-Kunden gesorgt.

Zur Koordination und Unterstützung der Schadenregulierung wurden in Hagen und in Bonn Lagezentren eingerichtet. Das Lagezentrum in Hagen konnte inzwischen wieder abgebaut werden. Von Bonn aus starten weiterhin täglich die Schadenregulierer des Provinzial-Konzerns in die hauptsächlich betroffenen Gebiete. Sie werden unterstützt von weiteren Schadenregulierern anderer öffentlicher Versicherer und von externen Sachverständigen.

Schadenschätzung übertrifft diejenige der Allianz

Der Versichererverband GDV hat den versicherten Schaden in Deutschland infolge des Tiefs „Bernd“ auf 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro geschätzt. Die Schadenschätzung der Provinzial übertrifft noch diejenige des Marktführers Allianz, der die versicherten Schäden seiner Kunden in der vergangenen Woche auf mehr als eine halbe Milliarde Euro geschätzt hatte.

Der französische Versicherer AXA sprach – einschließlich der Überschwemmungen im benachbarten Belgien – von einer Nettobelastung von 400 Millionen Euro. (mit rtr)

(Foto oben: Provinzial)
– 4. August 2021