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12. November 2015 - 15:19Kommunikation

Correctiv-Falschaussagen und Korrekturen

Correctiv nimmt es mit den Fakten nicht so genau. Wir korrigieren hier nur die wichtigsten Falschaussagen.

These von Correctiv: Die Gewinne erhöhen das Budget der Städte und Gemeinden.
Richtig ist: Die Sparkassen sind nicht privaten Eigentümern verpflichtet. Sie nutzen ihre Gewinne vor allem, um ihre Eigenkapitalbasis zu stärken. Denn mit Kapitalzuführungen durch Kommunen ist nicht zu rechnen. Dafür nicht benötigte Finanzmittel werden entweder für öffentliche Zwecke eingesetzt oder letztendlich an die kommunalen Träger ausgeschüttet.
Kommunen müssen mit Steuergeldern für Verluste von Sparkassen geradestehen.
Richtig ist: Die Gewährträgerhaftung ist bereits seit mehreren Jahren abgeschafft. Alle Sparkassen in Deutschland sind Mitglied in gemeinsamen Sicherungssystemen und stehen füreinander ein. In der Finanzkrise hat sich gezeigt: Sparkassen haben keine Steuergelder benötigt.
Trotz niedrigster Zinsen für Ausleihungen bei der Europäischen Zentralbank sind die Dispozinsen hoch.
Richtig ist: Die Leitzinsen der EZB und die Dispozinsen haben fast nichts miteinander zu tun. Denn Dispokredite sind wegen ihrer jederzeitigen Verfügbarkeit und der erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeiten für Sparkassen teuer. Schon bei der Einräumung eines Dispositionsrahmens für einen Kunden entstehen bei der Sparkasse erhebliche Kosten. Diese werden durch die in Anspruch genommenen Dispokredite finanziert.
Externe Wirtschaftsprüfer gibt es keine.
Richtig ist: Bei Sparkassen übernehmen sogar spezialisierte Wirtschaftsprüfer die Bilanzprüfungen. Die Prüfungsstellen der regionalen Sparkassenverbände sind öffentlich-rechtlich organisiert, arbeiten im Auftrag der Sparkassenaufsicht und sind unabhängig von den Sparkassen. Durch diese Kontinuität verfügen sie über besonders großes Know-how und können auch Sachverhalte ausleuchten, die Dritten nur schwer zugänglich wären. Auch deshalb weisen Sparkassen ein so hohe Stabilität auf.
Sparkassen werden immer unrentabler.
Richtig ist: Sparkassen gehören zu den rentabelsten Kreditinstituten. Im Jahr 2014 haben sie 66,90 Euro eingesetzt, um 100 Euro Ertrag zu erzielen. Großbanken müssen dafür im Durchschnitt 77,60 Euro einsetzen.
Der Gewinn der Sparkassen geht zurück.
Richtig ist: 2014 haben die deutschen Sparkassen 4,9 Milliarden Euro vor Steuern erwirtschaftet. Bereits zuvor wurden 4,1 Milliarden Euro in die Vorsorgereserven überführt und damit die Substanz gestärkt. Anders als Correctiv behauptet, ist 2014 der Zinsüberschuss gegenüber 2013 sogar leicht gestiegen. Der DSGV hat aber selbst in der Bilanzpressekonferenz 2015 darauf hingewiesen, dass das niedrige generelle Zinsniveau zu Ertragseinbußen führen wird. Einer "Enthüllung" durch Correctiv oder die "FAZ" bedarf dies mithin nicht. Die Sparkassen können dieser Situation aber aus einer Position der Stärke begegnen, weil sie bereits wirtschaftliche Vorsorge geschaffen haben.
Die Sparkassen machen „schlechte Geschäfte“.
Richtig ist: Die Geschäfte der Sparkassen laufen gut. Sie haben 2014 neue Kredite in Höhe von 132 Milliarden Euro an Kunden zugesagt. Unter Abzug der zinsbedingt erhöhten Tilgungen ist der Kreditbestand um 12,3 auf 720,7 Milliarden Euro gestiegen. Besonders erfolgreich war die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige. Hier haben die Sparkassen neue Kredite in Höhe von 69,4 Milliarden Euro zugesagt und damit den Stand des Rekordjahrs 2012 fast wieder erreicht. Im privaten Wohnungsbaukredit war ein kräftiges Wachstum von 5,2 Prozent zu verzeichnen. Auch die Einlagen sind gestiegen. Diese positive Entwicklung hat sich 2015 fortgesetzt.
Die Sparkassen haben ein ineffizientes System.
Richtig ist: Die Sparkassen haben eine niedrigere Bilanzsumme pro Mitarbeiter als Großbanken. Der Grund dafür ist, dass die Sparkassen den klassischen Mittelstand vor Ort mit relativ geringen Volumina und eine breite Privatkundschaft betreuen. Ein Maßstab für Effizienz ist die Größe der Bilanzsumme pro Mitarbeiter aber nicht.
Die öffentlich-rechtlichen Sparkassen setzen wie die großen Banken auf fremdes Kapital, was immer Risiken ausgesetzt ist.
Richtig ist: Sparkassen haben 130 Milliarden mehr Einlagen als Kredite. Sie verfügten im Jahresdurchschnitt 2014 über eine Eigenkapitalquote von 7,8 Prozent. Der Durchschnitt aller Banken in Deutschland lag hingegen nach Bundesbankzahlen 2014 nur bei 5,3 Prozent. Die Großbanken, auf die bei Correctiv konkret abgestellt wird, bewegten sich als Gruppe gemäß Deutscher Bundesbank sogar nur bei rund 3,2 Prozent der Durchschnittlichen Bilanzsumme.
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