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30. November 2018 - 05:00Lehrinstitut mit MBA − Kommentar

Das Beste aus zwei Welten

von Christoph Becker

Das Sparkassen-Gen ist eine Frage der Bildung und der Sozialisation. Sparkassen sollten ihre Besten an die eigenen Lehreinrichtungen schicken und nicht aus falsch verstandener Sparsamkeit darauf verzichten.

Das Lehrinstitut steht nicht allein da. Die Bildungslandschaft für beruflich Etablierte mit Karrierewünschen ist differenziert und vielfältig. Kein Wunder, denn zertifizierte Qualifikationen mit Theorie- und Praxisbezug sind für den beruflichen Aufstieg wichtiger denn je. Die 2003 gegründete Bonner Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe entspricht der dringenden Nachfrage nach anerkannten formalen Bildungsabschlüssen bei Unternehmen und Bewerbern.

Im Gründungsjahr 1928 war eine Einrichtung wie das Lehrinstitut noch ein Novum in der Finanzbranche. Als Bildungsziele galten neben dem Fachwissen schon damals Persönlichkeitsentwicklung und Sparkassengesinnung. Weil vor 90 Jahren Abitur und Hochschulabschluss bei Sparkassenmitarbeitern noch selten waren, suchten die Sparkassen richtigerweise den Schulterschluss zur akademischen Welt. Professor Curt Eisfeld, Mitbegründer des Lehrinstituts, kam von der Universität Hamburg.

Die Akademisierung der Ausbildungs- und Berufswelt nach internationalem Muster ist seitdem unaufhaltsam vorangeschritten. Alle Hochschulen in Europa haben heute mit Bachelor und Master die Namen der angelsächsischen Abschlüsse übernommen. Das kann man kritisieren, nicht nur die Diplomingenieure haben es getan – wahrscheinlich mit Recht –, doch der Trend ist unaufhaltsam, auch in den Führungsetagen. Bei den Managern signalisiert der verbreitete Abschluss als Master of Business Administration (MBA) Qualifikation und Internationalität. Vor allem Letzteres ist kaum zu überschätzen. Firmenkundenberater der Sparkassen sitzen schon heute mit MBA-Titeln ausgestatteten Managern von Exportunternehmen gegenüber, und bekanntlich geht es dem internationalen Firmenkundengeschäft nicht besonders gut in der Sparkassen-Finanzgruppe. Auch daher ist es ein richtiges Signal, den Führungsnachwuchs einen MBA-Titel erwerben zu lassen. Sparkassen wollen mit ihren Unternehmenskunden auf Augenhöhe reden.

Im Übrigen sind die Krisen in der Finanz- und Kreditbranche nicht vorbei. Auch das Führungspersonal kann heute mit einem bruchlos-geradlinigem Karriereweg nicht mehr rechnen. Die Sparkassen sind es ihrem Nachwuchs schuldig, ein formales Qualifikationsniveau auf der Höhe der Zeit anzubieten. Das heißt ja nicht, dass der Sparkassengeist am Lehrinstitut nichts mehr gilt, im Gegenteil: Sparkassen sollten ihre Besten an die eigenen Lehreinrichtungen schicken und nicht aus falsch verstandener Sparsamkeit darauf verzichten. Das Sparkassengen ist eine Frage der Bildung und der Sozialisation.
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