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12. September 2018 - 09:11Gründerpreis 2018

"Das ist eine bedeutende Auszeichnung"

von Christoph Becker

StartUp- und Aufsteigerpreis gehen an ein Chemie- und ein Batterie-Unternehmen, Sonderpreisträger ist Bernhard Paul vom Zirkus Roncalli. Jörg Mittelsten Scheid vom Wuppertaler Hausgerätehersteller Vorwerk erhält den diesjährigen Lebenswerkpreis.

DSGV-Präsident Helmut Schleweis (links) mit den StartUp-Preisträgern Phillipp Engelkamp (rechts) und Tim Böltken, Gründer des Karlsruher Chemieunternehmens Ineratec. (Franziska Krug)
Der StartUp-Gründerpreis geht in diesem Jahr an den Chemieanlagenhersteller Ineratec. Das 2014 gegründete Karlsruher Unternehmen baut chemische Mini-Reaktoren in Containergröße, die Gase in flüssige Energieträger oder chemische Wertprodukte umwandeln können. "Damit kann man Treibstoffe dort produzieren, wo man sie braucht", erläuterten die Gründer Philipp Engelkamp und Tim Böltken bei der Preisverleihung im Berliner Zollernhof.

Die Auswahljury des Deutschen Gründerpreises zeigte sich überzeugt von den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der kompakten Reaktoren, mit denen auch bislang ungenutzte Ressourcen Mehrwert erbringen können.

Aufsteigerunternehmen des Jahres 2018 ist der Batteriehersteller Tesvolt. Die Lithium-Speichersysteme des Wittenberger Unternehmens sind an die besonderen Anforderungen erneuerbarer Energien angepasst – ein „wichtiger Baustein für die Energiewende“, heißt es in der Jury-Begründung.

Zu den Finalisten in der Kategorie StartUp gehörten außerdem die Unternehmen Oculavis aus Aachen, und Vectoflow aus Gilching. Oculavis programmiert für handelsübliche Datenbrillen und Smartphones Spezialsoftware, mit deren Hilfe Servicetechniker im traditionellen Maschinenbau seltener zum Kunden fahren müssen. Vectoflow entwickelt und produziert hitzefeste Sonden für die präzise Strömungsmessung von Luft, Wasser und Öl.

Sonderpreis an Roncalli-Gründer Bernhard Paul

Moderatorin Barbara Hahlweg mit den Preisträgern in der Kategorie Aufsteiger. Die Gründer des Unternehmens Tesvolt aus Wittenberg bauen intelligente Stromspeicher und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.
In der Kategorie Aufsteiger waren außerdem der Gewürzanbieter Ankerkraut aus Jesteburg und der Softwarehersteller CQSE aus Garching nominiert. Ankerkraut hat mit ansprechend verpackten Gewürzmischungen in Top-Qualität und ohne Chemiezusätze vor allem Hobbyköche als Kunden gewonnen. Dank CQSE und ihrer Analysesoftware werden bei der Weiterentwicklung von Unternehmenssoftware teure Folgeprobleme vermieden.

Der Gründerpreis wird jährlich von den Partnern „Stern“, ZDF, Porsche und den Sparkassen vergeben. Preisträger und Finalisten der Kategorien Start-Up und Aufsteiger erhalten eine Beratung von Porsche Consulting, Kuratoriumsmitglieder fungieren für zwei Jahre als Unternehmenspaten.

Der diesjährige Sonderpreisträger, Bernhard Paul, gründete 1976 den Zirkus Roncalli. Die Jury hob das soziale Engagement Pauls hervor und lobte die Energie, mit der der heute 71-Jährige den Zirkus immer wieder neu erfinde und damit auch wirtschaftlich sehr erfolgreich sei. Bis heute steht Paul als Clown selbst in der Manege und spürt, was das Publikum mitreißt. „Der Deutsche Gründerpreis ist wichtig, um das Unternehmertum zu fördern“, so der Roncalli-Gründer, der in seinem Zirkus Nummern mit lebendigen Tieren durch Hologramme ersetzt und auf Plastikverpackung zugunsten von Papier verzichtet. Zum Gründerpreis sagte Paul: „Das ist eine bedeutende Auszeichnung, weniger für mich als Person, als für den Zirkus überhaupt.“

Vorwerk-Pionier erhält Lebenswerkpreis

Der langjährige Vorwerk-Chef Jörg Mittelsten Scheid (links) erhielt den Gründerpreis in der Kategorie Lebenswerk, den Sonderpreis erhielt der Unternehmer Bernhard Paul, Gründer des Roncalli-Zirkus.
Diesjähriger Lebenswerkpreisträger ist Jörg Mittelsten Scheid aus der Vorwerk-Familie. Die Auswahljury zeigte sich beeindruckt „von einer großen Unternehmerpersönlichkeit, die stets sympathisch und bescheiden auftritt“. Mittelsten Scheid habe Vorwerk zu einer weltweit bekannten, erfolgreichen Marke ausgebaut und sei auch menschlich ein Vorbild. DSGV-Präsident Helmut Schleweis erinnerte in seiner Laudatio bei der Preisverleihung daran, dass Mittelsten Scheid zunächst eine wissenschaftliche Karriere geplant und bei seinem Eintritt in das Familienunternehmen selbstkritisch zugegeben habe, "keine Ahnung von Wirtschaft" zu haben. Doch das müsse offenbar kein Hindernis für späteren wirtschaftlichen Erfolg sein. "Zuhören und Fragen stellen ist offenbar ein gutes Führungsprinzip", sagte Schleweis. Mittelsten Scheid sagte, zu einem Unternehmer gehörten auch Selbstzweifel.

Der promovierte Jurist stieg als 30-Jähriger in das Familienunternehmen ein. Er erkannte die Bedeutung des Auslandsgeschäfts und des Direktvertriebs für die Weiterentwicklung der Vorwerk-Produkte, zu denen der bereits 1971 erfundene Thermomix gehört. „Wir glauben, dass der Kontakt von Mensch zu Mensch auch in Zukunft wichtig bleiben wird“, sagte Mittelsten Scheid. Der Preis sei „auch eine Anerkennung für das Engagement unserer Mitarbeiter“.
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