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05. Dezember 2018 - 05:00Erneuerbare Energien

Der Bürger als Windmüller

Das Energiesammelgesetz soll Standortregionen besser an der Wertschöpfung von Windkraftanlagen beteiligen. Die NordLB will das gemeinsam mit den Sparkassen unterstützen.

Onshore-Windkraftanlage − Standortgemeinden sollen künftig besser am Mehrwert partizipieren. (NordLB)
Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vom vergangenen Jahr haben sich die Rahmenbedingungen für Windkraftanlagen im Inland (Onshore) signifikant verändert, auch für Geldinstitute als Projektfinanzierer. Kernthema sind die Ausschreibungen. Projektierer von Windenergieanlagen müssen an Ausschreibungen teilnehmen, wenn sie eine Vergütungsförderung des erneuerbar erzeugten Stroms erhalten wollen.

Um den Ausbau der erneuerbaren Energien besser zu steuern, gibt es seit 2017 Ausschreibungskontingente. Das durchschnittliche Zubauvolumen von 4600 Megawatt brutto während der Jahre 2014 bis 2017 wurde bei den Onshore-Windanlagen deutlich zurückgenommen. Es liegt derzeit bei 2800 Megawatt, im nächsten Jahr bei 2900 Megawatt. "Diese Ausbaumengen reichen jedoch nicht aus, um die ambitionierten aber notwendigen Klimaziele auf nationaler und internationaler Ebene zu erreichen", sagt Holger Meents, NordLB-Finanzierungsexperte für erneuerbare Energien. Daher plane der Gesetzgeber nun, im sogenannten Energiesammelgesetz zusätzliche Volumina zur Verfügung zu stellen.
"Ausbaumengen reichen nicht aus, um Klimaziele zu erreichen": Holger Meents, NordLB-Finanzierungsexperte für erneuerbare Energien. (NordLB)
Dank Sonderausschreibungen sollen in den kommenden drei Jahren insgesamt 4000 Megawattstunden hinzukommen. "Ziel ist es, bis 2030 den Anteil der erneuerbaren Energien an der deutschen Strommixtur auf 65 Prozent zu erhöhen", so Meents. Diese Korrektur sei notwendig und werde in der gesamten Branche positiv bewertet. Allerdings muss sich entsprechend der künftig höheren Ausschreibungsmengen auch die Zahl der genehmigten Projekte deutlich erhöhen, um den notwendigen Zubau zu gewährleisten.

Doch die Anzahl der genehmigten Projekte sei während der vergangenen Ausschreibungsrunden kontinuierlich zurückgegangen, sagt NordLB-Finanzierungsexperte Jürgen Broers und nennt die Gründe: "Neben geringen Flächenausweisungen und Restriktionen, beispielsweise bei Abstandskriterien, wachsen die naturschutzfachlichen Anforderungen an Untersuchungsumfänge stetig. Darüber hinaus dauern Genehmigungsverfahren immer länger. Dabei sinkt die Verlässlichkeit der Genehmigungen wegen der ausgeweiteten Klagemöglichkeiten von Verbänden und Anwohnern.“

Regionalbanken als Finanzierungspartner

"Interessenausgleich finden, Ausbaubremsen lösen", fordert NordLB-Finanzierungsexperte Jürgen Broers.
Diese Themen sollten von der Politik unter Einbindung der Länder, Kommunen und Verbände schnellstens angegangen werden, fordert der Experte. Nur so könne man schneller zu einem Interessenausgleich aller Beteiligten finden und diese Ausbaubremsen lösen. "Nicht zuletzt geht es bei dem künftigen Erfolg der erneuerbaren Energien um die Akzeptanz in der Bevölkerung", sagt Meents. Daher sehe das Energiesammelgesetz eine erhöhte Wertschöpfung in den Standortgemeinden und damit eine verbesserte Projektbeteiligung von Bürgern vor. Eine Arbeitsgruppe entwickle zurzeit Maßnahmen.

"Diese Forderung nach Partizipation und regionaler Wertschöpfung ist absolut gerechtfertigt und für die Akzeptanz in den Regionen unverzichtbar", sagt Broers. Die Zusammenarbeit zwischen regionalen Sparkassen und überregional tätigen Banken mit einem hohen Grad an Spezialisierung in der Projektfinanzierung sei die vernünftige Antwort und in der NordLB seit Jahren gängige Praxis.
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