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15. August 2018 - 08:30BBL im Gespräch: Finanzcockpit

Digitaler Draht zum Firmenkunden

von Jürgen Janik

Im Bereich Privatkunden hat die Sparkassen-Finanzgruppe die Digitalisierung mit Nachdruck vorangetrieben. Innovative Strategien und Produkte gibt es jetzt auch im Firmenkundengeschäft. Darüber, wie die Sparkassen in diesem Geschäftsfeld digital aufgestellt und für die Zukunft gerüstet sind, haben die BBL mit Dr. Christian Kastner, Geschäftsführer von Star Finanz in Hamburg, gesprochen.

Kaum ein Unternehmen kommt künftig nach Ansicht von Dr. Christian Kastner ohne digitale Abbildung kaufmännischer Prozesse aus. (Fotos: Star Finanz)
BBL: Herr Dr. Kastner, alle Sparkassen-Firmenkunden müssen ihre Unternehmen fit machen für die Zukunft. Ein Schlagwort ist hier "Digital Readiness". Was sind aus Ihrer Sicht die größten Heraus­forderungen einer Digitali­sie­rung in Firmen?
Dr. Christian Kastner: Zunächst muss sich jeder vergegenwärtigen, dass der digitale Wandel eine nicht mehr wegzudiskutierende Realität ist und dieser in alle Bereiche unseres Lebens vorgedrungen ist. Nicht nur im Privaten sind Schlagworte wie Mobile Payment, Blockchain oder Künstliche Intelligenz für viele durchaus geläufige Begriffe. Übertragen auf den geschäftlichen Kontext bedeutet Digitalisierung vor allem eines: Es gibt heute kaum eine Branche, in der sie noch aus dem Alltag von Firmen und ihren Mitarbeitern wegzudenken wäre. In der Hafenwirtschaft etwa erhöht sie die Effizienz des Warenverkehrs, in der Landwirtschaft ermöglicht sie die Synchronisierung der Prozesse vom Acker bis zum Stall, im Handwerk etwa die automatisierte Herstellung von Bauteilen oder in der Industrie die Automatisierung und Robotik. Das Zeitalter der analogen Zettelwirtschaft ist eindeutig vorbei.

BBL: Wo sehen Sie die größten Unterschiede zum Privatkunden­geschäft?
Kastner: Anders als bei den Privatkunden, wo der digitale Wandel in den vergangenen Jahren bereits voll durchgeschlagen hat, steht die Digitalisierung des Corporate Bankings noch am Anfang. Die meisten Unternehmen sind hier häufig weit konservativer aufgestellt. Der Aufholbedarf ist daher mitunter beträchtlich. Oft nutzen gerade kleinere Geschäftskunden noch analoge Prozesse oder greifen für ihr Finanzmanagement auf Browser-Lösungen für Privatkunden zurück. Diese sind jedoch nicht auf die Bedürfnisse von Geschäfts- und Gewerbekunden zugeschnitten. Das wird sich künftig ändern. Gerade bei Unternehmen, für die digitale Prozesse schon längst fester Bestandteil ihres eigenen Kerngeschäfts sind, nimmt auch der Anspruch auf eine digitale Abbildung der kaufmännischen Prozesse zu. Das heißt, ein Handwerker oder Einzelhändler erwartet, dass es auch digitale Lösun­gen für seine Buchhaltung, Steuerablage und das Zahlungs­management gibt.

BBL: Das heißt auch, Sparkassen und Banken müssen auf neue Entwicklungen im Firmen­kunden­geschäft reagieren?
Kastner: Fest steht: Sparkassen und Banken sind gut beraten, Trends früh aufzugreifen und geeignete Services anzubieten. Die aktuellen Anforderungen und Wünsche der Kunden im Corporate Banking lassen sich in drei Schlagworte zusammenfassen: digital, einfach und mobil. Dies hat viel mit privaten Gewohnheiten zu tun. Laut einer Studie von Roland Berger ist die mobile Internetnutzung auf Smartphone und Tablet seit 2012 um 185 Prozent gestiegen. Anwendungen für diese beiden Gerätearten gewinnen auch für Anwender im Firmenkunden­kontext an Bedeutung. Mobile Apps, die mit Cloud-basierten Software-Lösungen verbunden sind, ermöglichen es den Unternehmern nicht nur unterwegs, Geschäftskonten zu überblicken oder die Entwicklung der Salden im Auge zu behalten. Entscheider bei Unternehmens-, Firmen- sowie größeren Gewerbekunden nutzen Smartphone und Tablet heute viel mehr auch im Büro und zu Hause selbstverständlich als digi­talen Arbeitsplatz.

Auch Firmenkundengeschäft von Tech-Giganten bedroht

Für Dr. Christian Kastner droht Banken und Sparkassen weniger Gefahr von Fintechs als von US-amerikanischen Tech-Giganten.
BBL: Sehen Sie auch im Firmenkundengeschäft das Geschäft klas­sischer Geldinstitute durch neue Player wie Fintechs oder globale Technologieunternehmen wie Amazon bedroht?
Kastner: Noch sind insbesondere die Sparkassen im Corporate Banking stark aufgestellt. Ein großer Teil aller Geschäfts- und Firmenkunden in Deutschland ist bei einer Sparkasse und nutzt Onlinebanking. Doch mit den Veränderungen und neuen Playern wächst der Druck auf etablierte Finanzinstitute. Eine Reihe von Fin­techs bietet innovative und hochwertige Produkte an, die sich an den Wünschen ihrer Kunden orientieren. Eine der größten Stärken dieser Unternehmen ist das Gespür dafür, wie vorhandene Bankingangebote weiterentwickelt und mit digitalen Services ergänzt werden können.
Dabei gibt es Fintechs, die den Fokus auf einzelne Funktionen richten und diese optimieren. Ein bekanntes Beispiel ist die Fotoüberwei­sung von Gini. Andere Start-ups entwickeln wiederum umfassendere Lösungen für bestimmte Zielgruppen. Statt sie aber als Konkurrenz wahrzunehmen, haben jüngste Kooperationen gezeigt, wie erfolgreich die Zusammenarbeit mit den Neulingen für Finanzinstitute sein kann.
Gefahr droht ihnen in der Tat eher von den Tech-Giganten aus den USA, also von Google, Amazon oder Facebook. Diese haben längst damit begonnen, zusätzlich zum Kerngeschäft weitere Services anzubieten, um ihre Kunden zu binden und eine wachsende Wertschöpfung für ihr Unternehmen zu schaffen. Speziell in Deutschland kommen zudem weitere potenzielle Wettbewerber hinzu, die die etablierten Finanzinsti­tute oft noch nicht präsent haben. Traditionelle Partner und IT-Anbieter wie Datev oder Lexware setzen sich genauso wie Sparkassen und Ban­ken mit der Frage auseinander, wie sie ihre Prozesse im Firmenkun­dengeschäft vereinfachen und digitalisieren können.

BBL : Welche Rolle kann die Star Finanz an dieser Stelle spielen?
Kastner: Seit mehr als 20 Jahren entwickelt die Star Finanz an ihren zwei Standorten passgenaue Online- und Mobile-Banking-Lö­sungen für das Privat- und Firmenkundengeschäft. Mit dieser langjäh­rigen Erfahrung auf dem Gebiet mobiler Bankinglösungen arbeiten wir an zeitgemäßen und innovativen Services. Gegenwärtig nutzen rund sechs Millionen Menschen die mobilen Anwendungen der Star Finanz. Sparkassen und Banken verfügen heute zwar über digitale Bankingangebote in vielen Bereichen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist jedoch, dass die Institute es schaffen, die Kunden mit diesen Servi­ces – ähnlich wie Amazon & Co. – auf den eigenen Plattformen zu binden. Diese Strategie zielt im Kern darauf ab, ein System zu etablieren, an das sich Start-ups sowie die unterschiedlichsten Paymentanbieter oder Händ­ler andocken können. Die Star Finanz kann hier mit Erfahrung, Expertise sowie mit ihren bereits bestehenden Lösungslandschaften im Privat- und Firmenkundengeschäft dabei helfen, diese Strategie auch in die Tat umzusetzen.
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  1. Digitaler Draht zum Firmenkunden
  2. Durch Mehrwerte überzeugen
  3. Agil weiterentwickeln
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