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02. Februar 2017 - 15:17Risikomanagement

Eine Welt voller Risiken – Traum oder Alptraum

von Uwe Burkert, LBBW

Eine Welt ohne Risiken ist Utopie. Risiken eröffnen jedoch auch Chancen.

Unsicherheiten haben deutlich zugenommen. Da gilt es um so mehr, neben den Risiken auch die Chancen zu managen, meint Uwe Burkert. (Himsel)
Eine Welt voller Risiken – ist das nun ein Traum oder ein Alptraum für Risikomanager? Eine Welt ohne Risiken ist wohl Utopie. Und ohne Risiken bräuchte es keine Risikomanager. Aber auch das ist nur vordergründig richtig. Risiken können vorhersehbar sein, aber auch unvermittelt auftauchen. Risiken haben aber den Vorteil, dass sie berechenbar sind. Im Unterschied zur Unsicherheit. Woraus resultieren nun die Risiken? Und sind sie steuerbar?
Der Baker-Bloom-Davis-Global-Uncertainty-Index der Stanford University zeigt in einer Darstellung länderspezifischer Unsicherheitsindizes, dass der Mittelwert in den großen Industrienationen seit 2008 strukturell gestiegen ist und einer hohen Volatilität unterliegt. Seit den Anschlägen am 11. September 2001 ist das Niveau im Schnitt rund doppelt so hoch als in den Jahren zuvor. Dies wird sich aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten auch nicht ändern, wenn man auf eine Krisenweltkarte schaut – und die Lösungsmöglichkeiten, die in der politischen Landschaft zur Verfügung stehen.

Desintegration der EU größtes Tail-Risk

Nach einer Umfrage von Merrill Lynch sehen internationale institutionelle Investoren die Desintegration der EU als größtes Tail-Risk. Damit sind alle Investments einer erhöhten politischen Sensibilität ausgesetzt. Die Situation in Europa ist acht Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise geprägt von links- und rechtspopulistischen Strömungen, die die Handlungsfähigkeit der Regierungen zunehmend einschränken.
Was ist 2017 zu erwarten? Wir gehen davon aus, dass die extremen Parteien zum Teil deutliche Zugewinne verzeichnen können. Dennoch sollte es den etablierten Parteien gelingen, die Regierung zu stellen.
In den USA sind erste Anzeichen von Euphorie im Unternehmenslager spürbar. Avisierte Steuersenkungen, höhere Investitionsausgaben, lockerere Regulierung bei Umwelt- und Finanzthemen sind die Gründe dafür. Was dies allerdings für Europa und den Rest der Welt bedeutet, muss sich angesichts der im Raum stehenden protektionistischen Daumenschrauben zeigen.
Ein drohendes Machtvakuum durch die Konzentration der USA auf ihr ureigenes Interesse könnte zu mehr Regionalkonflikten führen, für deren Lösung keine geeigneten Institutionen zur Verfügung stehen könnten. Europa dürfte dies am ehesten und direktesten über die Flüchtlingsproblematik zu spüren bekommen. Gerade das Thema Migrationsangst ist im Vorfeld der Brexit – Entscheidung in Großbritannien dramatisch angestiegen und hat zu dem radikalen Schritt geführt.
Zu guter Letzt sind die Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung Chinas – verbunden mit Überhitzungsängsten am Immobilienmarkt inklusive entsprechend möglichen negativen Konsequenzen für den Finanzsektor – Grund für höhere Unsicherheit.
Diese Herausforderungen gilt es im Risikomanagement unter den allgemeinen Restriktionen von Geldpolitik, Aufsicht und Regulierung zu meistern, um auch weiterhin ertragreiches Geschäft risikooptimiert zu managen. Risiken sind auch Chancen. Damit ist Risikomanagement auch immer das Management von Chancen. Gerade in Zeiten höherer Risiken gilt es, auch die größeren Chancen zu erkennen. Damit ist eine Welt voller Risiken ein Traum für Risikomanager.
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