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| Pfandbriefgeschäft

Deckungsstöcke für Pfandbriefe auf Rekordhoch

Hypothekenpfandbriefe haben das Deckungsstockvolumen auf mehr als 46 Milliarden Euro ansteigen lassen. Das Pfandbriefvolumen der Sparkassen ist leicht rückläufig.

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⬆️ Das Interesse am Pfandbrief als Mittel zur Refinanzierung ist ungebrochen. Dies zeigt sich auch an den ausstehenden Pfandbriefvolumina der Sparkassen, die während der vergangenen fünf Jahre um fast 60 Prozent gestiegen sind.

⬆️ Die Deckungsstöcke legten im gleichen Zeitraum um 71 Prozent zu. Das liegt vor allem an den Hypothekenpfandbriefen. Diese sind im gleichen Zeitraum um 71 Prozent von 13,5 Milliarden Euro auf 23,1 Milliarden Euro angewachsen.

⬆️ Die dagegenstehenden Deckungsstöcke gingen um 84 Prozent von 23 Milliarden Euro auf 42,4 Milliarden Euro nach oben, der Grund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen.

⬇️ Die öffentliche Finanzierung verlor dagegen zunehmend an Bedeutung, was sich in einem Rückgang der ausstehenden Öffentlichen Pfandbriefe um 16 Prozent von 2,1 Milliarden Euro auf 1,8 Milliarden Euro niedergeschlagen hat.

⬇️ Die öffentlich besicherten Deckungsstöcke verloren acht Prozent und schrumpften von vier Milliarden Euro auf 3,7 Milliarden Euro.

LBBW-Research: Nachfrage nach Hypothekendarlehen bleibt hoch

⬇️ Im ersten Halbjahr 2019 ist es zu einem leichten Rückgang der Pfandbriefvolumina der Sparkassen um zwei Prozent gekommen, und zwar bei Hypotheken- (minus ein Prozent) und Öffentlichen Pfandbriefen (minus fünf Prozent). Zu geringe Liquidität ist derzeit offensichtlich nicht das Problem der Sparkassen.

⬆️ Die Deckungsstockvolumina erreichten dagegen mit 46,1 Milliarden Euro ein neues Hoch und verbesserten sich im Vergleich zum Jahresende 2018 um vier Prozent. Für den Anstieg war ausschließlich der Volumenzuwachs um fünf Prozent beim Hypothekendeckungsstock verantwortlich.

⬇️️ Die öffentlich besicherten Deckungsstöcke gingen gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 um fünf Prozent zurück. Bei dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld sollte die Nachfrage nach Darlehen weiterhin hoch bleiben, insbesondere nach Hypothekenfinanzierungen.

Die Deckungsmasse der Hypothekenpfandbriefe ist wegen des kleinteiligen Sparkassengeschäfts durch hohe Granularität und breite Verteilung der Einzelrisiken gekennzeichnet. Zum großen Teil handelt es sich um Darlehen für den Wohnungsbau, der gewerbliche Anteil an der Deckungsmasse ist von eher geringfügigerer Bedeutung.

An der Deckungsmasse der Öffentlichen Pfandbriefe nimmt der Staat nur einen sehr geringen Anteil. Weitaus häufiger treten regionale und örtliche Gebietskörperschaften sowie sonstige Schuldner auf, darunter vorwiegend kommunale Betriebe.

Hier gibt es die aktuelle LBBW-Pfandbriefstudie.

In gesammelter Form sind die einzelnen Daten-Templates zudem auf der Pfandbriefseite des DSGV sowie auf der Homepage des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) abrufbar.