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| Depotbanken

Deutsche Fondsgelder lagern bei Franzosen

Die Menschen sparen mehr mit Fonds. Das heißt es nicht nur am Weltspartag, das belegt auch der Branchenverband BVI mit Zahlen. Doch wer das meiste Geld verwahrt, mag überraschen.

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Das Kapital deutscher Fondssparer ist im ersten Halbjahr um neun Prozent gewachsen. Die Investmentgesellschaften und Banken nutzen aber vielfach Serviceleistungen von Verwahrstellen, sogenannten Depotbanken, erläutert der Investmentverband BVI. Hierzulande teilen sich 39 dieser Institute einen Markt auf, der ein Vermögen von 2268 Milliarden Euro umfasst.

 
Das BNP Logo im Hintergrund ist den meisten hierzulande unbekannt. Die franzöische Großbank führt dabei keineswegs ein Nischendasein in Deutschland. © dpa

Mehr als ein Viertel des gesamten Kapitals lagert bei der französischen Großbank BNP Paribas, die damit mit Abstand Marktführer unter den Depotbanken in Deutschland ist. Zum Stichtag Ende Juni stieg aber auch das verwahrte Geld bei Dekabank, LBBW und Helaba stark an. Die drei Institute der Sparkassen-Finanzgruppe gehören ebenfalls zu den größten Geldhäusern in diesem Sektor.

Während das Gros der Gelder in offenen Wertpapierfonds liegt, sind immerhin mehr als 200 Milliarden Euro in offenen Immobilienfonds investiert. Die geschlossenen Fonds bilden dagegen ein kleines Marktsegment, das aggregiert nicht einmal auf ein Prozent des Gesamtmarktvolumens kommt.

Depotbanken im Überblick

(Quelle: BVI)

Bank Kapital Ende Juni 2019 (in Mrd. Euro) Kapital Ende 2018 (in Mrd. Euro)
BNP Paribas 598,3 538,1
State Street 298,1 269,6
HSBC 251,8 221,5
DZ Bank 236,6 214,8
JP Morgan 192,9 191,6
Dekabank 153,2 138,0
LBBW 113,6 102,5
Bank of NY Mellon 78,9 77,2
Helaba 58,1 55,1
Caceis 55,4 53,5
Sonstige 230,7 217,1