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| DWP-Kaufquotient

Seitwärtstendenz nur im Schnitt

Bei Sparkassenkunden haben sich Käufe und Verkäufe im Dezember die Waage gehalten. Die Seitwärtsbewegung des Dax sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Investoren klare Favoriten haben.

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Der Kaufquotient der DWP Bank hat für den Monat Dezember einen neutralen Wert ergeben. Für den Kaufquotienten werden sämtliche Käufe und Verkäufe von Privatanlegern in den 160 Dax-Werten berücksichtigt, erläutert der Wertpapierabwickler DWP. Grundlage seien alle Transaktionen der Sparkassen, die über die Bank abgewickelt werden.

Zudem werden nur Werte berücksichtigt, deren monatliches Handelsvolumen über zwei Millionen Euro liegt. Ein Kaufquotient über eins bedeutet, dass ein Wert mehr gekauft als verkauft wurde. Bei einem Kaufquotienten unter eins überwogen die Verkäufe. Für Dezember lag der Wert nun bei 1,02 – nahezu völlig neutral.

 

Blickt man in die Einzelwerte, wird deutlich, dass die Seitwärtstendenz nur im groben Überblick existiert. Der neutrale Durchschnitt des Kaufquotienten trifft nicht auf Einzelaktien wie Covestro zu. Das Kunststoffunternehmen, seit 2018 im Dax, steht hoch in der Gunst der Anleger und weist einen Kaufquotienten von 5,6 auf. Trotz eines verhaltenen Ausblick auf 2020 trauen die Anleger dem Konzern wohl einiges zu. Zu den weiteren Tops gehören Hochtief, Teamviewer und Telefonica.

Auf der Verkaufsliste stehen Osram, Südzucker und Deutsche Wohnen ganz vorn. Während es sich bei Osram um einen speziellen Übernahmeversuch der österreichischen AMS handelt, scheinen Anleger beim Konzern Deutsche Wohnen angesichts des Mietendeckels und der Wohnungsknappheit skeptisch auf die Zukunft des Konzerns zu blicken.