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22. November 2017 - 13:55Service beliebt

Für Sparkassen wird das Bargeld teuer

von Werner Funk

Totgesagte leben laut Volksmund länger. Demnach kann man dem Bargeld in Deutschland wohl noch eine unendlich lange Zukunft voraussagen. Immer wieder werden zwar Abgesänge auf Münzen und Geldscheine laut, aber Bargeld ist (und bleibt wohl) Deutschlands beliebtestes Zahlungsmittel mit einer Quote von rund 80 Prozent aller Bezahlvorgänge für Einkäufe. Ginge es nach Banken und Sparkassen, ´könnte sich daran durchaus einiges ändern, denn Bargeld ist teuer. Besser gesagt: Bargeldlogistik ist teuer.

Dienstleister nehmen den Sparkassen häufig das Bargeld ab. Dabei werden auch die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt. (dpa)
Gemessen an der Zahl der beteiligten Unternehmen in Deutschland, ist Bargeldlogistik keine Wachstumsbranche. Aktuell sind es 33 Geld- und Wertdienstleister, die in ihrem Bundesverband rund 90 Prozent des Marktes abdecken, der mit einem jährlichen Gesamtumsatz von rund 550 Millionen Euro beziffert wird.


Im Laufe der vergangenen Jahre hat die Deutsche Bundesbank Aufgaben zunehmend an Filialbanken wie die Sparkasse übertragen. Beispielsweise darf diese Münzgeld nur noch sortenrein und rolliert zur Bundesbank bringen. Ungeliebter Nebeneffekt: Viele Großbanken bearbeiten kein Münzgeld mehr, schieben das Thema so auf Sparkassen und Volksbanken.
Auch die Filialdichte der Deutschen Bundesbank hat abgenommen. Während im Jahr 2000 noch 129 Filialen vorhanden waren, sind es heute nur noch 35. Die Folge: längere Transportwege für das Bargeld und entsprechend steigende Kosten für Wertdienstleister, die die Sparkasse übernehmen muss.

Ein großer Teil der Sparkassen in Deutschland setzt beim Thema Bargeldlogistik auf Dienstleister, die das Bargeld aus der Sparkasse abholen, sortieren und prüfen und – vorschriftsmäßig gerollt – bei der Bundesbank einzahlen. Aber beispielsweise im Ruhrgebiet gab es auch den gegenläufigen Trend, dort übernehmen Neugründungen als Sparkassentöchter den Part der Bargeldbearbeitung.

Als sich im September die Bargeldexperten zum Fachkongress bei der Firma Alvara trafen, war das Urteil eindeutig: "Es sind mehr denn je innovative Lösungen zur Vernetzung und eine damit einhergehende Kostensenkung im Bargeldhandling gefordert. Diese entscheiden mit über die Attraktivität des bewährten Bargelds als anonymes, die Privatsphäre schützendes und überall akzeptiertes Zahlungsmittel. Die hohe Automatisierung der Anlagen und Maschinen zur Bargeldbearbeitung leistet dafür eine wichtige Voraussetzung." Immerhin: Die Digitalisierung gilt als möglicher Helfer bei der gewünschten Kostensenkung fürs Bargeldhandling.

Das Verständnis für den enormen Aufwand weckte die Sparkasse Mülheim an der Ruhr passend zum Weltspartag: Im vergangenen Jahr musste demnach die Bargeldlogistik der Sparkasse in der Weltspartagswoche mehr als zehn Tonnen Kleingeld transportieren, sammeln und zählen.
Kaum ein Sicherheitsbereich stellt derart hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Vertrauen wie der Dienstleistungsbereich rund ums Geld, wissen die Verantwortlichen der S-Bargeldlogistik zu berichten.

Auch die Optimierung der Bargeldbestände und eine hohe Verfügbarkeit der Geldautomaten und SB-Geräte sind bei den Sparkassen wichtige Erfolgsfaktoren.
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