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16. Mai 2018 - 13:15Sparkassenverband Hessen-Thüringen

Gemeinsam spart sich's besser

von Christoph Becker

Der Verband mit Sitz in Frankfurt und Erfurt legt eine gut gemachte "Tour d‘Horizon" durch 125 Jahre vor.

So sparte man 1966 Eintrittsgeld: Sportsfreunde auf zweckentfremdeter Reklame im Verbandsgebiet Hessen. (dpa)
Dezentrale Unternehmen haben Netzwerke und Interessenvertretungen bitter nötig. Das stand Kommunen und Sparkassen Ende des 19. Jahrhunderts ebenso deutlich vor Augen wie heute. Zwischen 1893 und 1895 wurden in Halle a.d. Saale, Fulda und Frankfurt a.M. gleich drei neue Verbände gegründet, die für die Sache der Sparkassen eintraten.

Zwischen den hessischen und thüringischen Kultur- und Handelsräumen herrschten seit jeher enge Beziehungen. An solche Traditionen knüpften die Akteure wieder an, als nach 1989 in Frankfurt a.M. der SGVHT und die Landesbank Hessen-Thüringen enstanden.

Nachzulesen ist das in einem Buch, das der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen (SGVHT) anlässlich seines 125-jährigen Bestehens vorgelegt hat. Mit Recherche, Text- und Bildredaktion hat der Verband das Kölner Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer beauftragt. Damit liegt der SGVHT im Trend. Geschichtsagenturen sorgen heute bei Jubiläen von Sparkassen oder Verbundpartnern nicht nur für gut gemachte Bücher, sondern auch für professionelle Ausstellungs- und Filmprojekte.

Die lehrreich-unterhaltsame Jubiläumsschrift spricht für sich. Dieser Meinung ist auch der Auftraggeber selbst. SGVHT-Pressesprecher Matthias Haupt sagt: „Die Professionalität des Geschichtsbüros beim Texten und Gestalten einer eher spröden Thematik wie einer Verbandsgeschichte hat zu einem interessanten und lesefreundlichen Buch geführt.“ Eine wesentliche und Voraussetzung bei solchen Projekten sei allerdings, „intensive Textarbeit und konzentrierte Abstimmungsprozesse“ zwischen Auftraggeber und Agentur.

NS-Zeit: Auch Verbände waren verstrickt

Leser können ohne Weiteres feststellen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Die Verfasser haben in die regionale Verbandsgeschichte thematisch weiter gefasste und visuell hervorgehobene Seiten eingestreut, etwa über Währungsgeschichte, die Entstehung des Markenzeichens und der Sparkassenverbände im Allgemeinen. Das macht das Ganze auch für Nicht-Sparkassenhistoriker sehr genießbar.

Bemerkenswert ist es, dass das Buch auf der Basis von Archivquellen die Rolle der Sparkassenverbände während der nationalsozialistischen Diktatur pointiert zur Sprache bringt und dabei nichts beschönigt. Im Kapitel "Legalisierter Raub" wird skizziert, wie die Verbände mit dem Berliner DSGV an der Spitze die Anweisungen des NS-Regimes zur Ausplünderung der jüdischen Sparkassenkunden in die Fläche und bis ins kleinste Institut hineintrugen. So präzise war das bisher selten zu lesen.
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