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22. November 2017 - 18:00Personalstrategie

Gutes Arbeitsklima kommt nicht von allein

von Peter Rensch

Die Digitalisierung verändert Business und Arbeitsklima, und viele Individuen müssen im Team ein Wir-Gefühl entwickeln. Das geht nicht ohne Unterstützung von oben. Wie Personalverantwortliche in den Sparkassen die Motivation der Mitarbeiter mit Teilzeitmodellen sowie vielfältigen Gesundheits- und Familienprogrammen fördern.

Macht Euch locker! Eva Muhr sorgt als sogenannte Feelgood-Managerin eines Münchener Start-up-Unternehmens dafür, dass die Mitarbeiter ihr Ding geschaukelt kriegen. Sparkassen machen es ähnlich. (dpa)
Die Personaler in den Sparkassen zeigen Einigkeit: Wenn die Anforderungen an die Mitarbeiter steigen, kommt es auf ein motivierendes Arbeitsumfeld an. Dafür sorgen in den Sparkassen beispielsweise die Personalentwickler. Laut Andrea Hödebeck-Höfig, Leiterin der Abteilung Personalentwicklung bei der Kreissparkasse Ludwigsburg, sollen die Unternehmensleitlinien täglich gelebt werden. "Das Gefühl, ,auch  ich bin Sparkasse' ist bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tief verwurzelt“, sagt Hödebeck-Höfig. Wertschätzung, Anerkennung und die Einbindung der Belegschaft in Entscheidungsprozesse spielten eine tragende Rolle. "Wir bieten darüber hinaus ein vielfältiges Gesundheitsprogramm an sowie eine Kinderbetreuung als Zeichen unseres Engagements für Beruf und Familie." Bei Bedarf werde eine Sozialberatung zugänglich gemacht und ein Strategieprozess verfolgt, der eine dauerhafte Stabilisierung des guten Arbeitsklimas ermögliche.

Der Faktor Mensch verliert auch im digitalen Zeitalter nicht an Relevanz. Motiviertes Personal ist die Basis für ein gutes Verhältnis zu den Kunden und für den Geschäftserfolg. Anja Märzke, Teamleiterin Personalbetreuung bei der Ostsee-Sparkasse Rostock (Ospa): "Daher legen wir großen Wert darauf, dass alle Mitarbeiter ihre Lösungen einbringen können.“ Die Sparkasse suche nach Lösungen, nicht nach Zuständigkeiten. Kurze Entscheidungswege und die Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen, seien selbstverständlich.

Die entsprechenden Strukturen und flache Hierarchien machten das möglich, erläutert Märzke. Das bedeute auch, Wissen und Ideen mit anderen zu teilen und Informationen nicht für sich zu behalten. "Der offene und freundliche Umgang untereinander ist uns wichtig und deshalb in unseren Unternehmenszielen, die im Übrigen zusammen mit den Mitarbeitern erarbeitet wurden, verankert." Das Motto der Ospa passt dazu: "Freundlich geht immer!"
“Für uns ist es wichtig, immer ein offenes Ohr für unsere Mitarbeiter zu haben. Das zeigen wir in regelmäßigen Gesprächen und Befragungen der Kollegen“, sagt Märzke. Das sei ein selbstverständlicher Teil der Personalarbeit, der in den regelmäßigen Austauschrunden unter den Führungskräften thematisiert werde. "
Aus unserer Sicht sind der Umgang der Führungskraft mit dem Mitarbeiter und die gute Stimmung innerhalb des Teams wichtige Motivatoren“, sagt Märzke.

Daher hat die Sparkasse in den vergangenen beiden Jahren verstärkt in die Entwicklung der Führungskräfte investiert. Zahlreiche zentrale Maßnahmen fördern Teamgeist, Arbeitsklima und Motivation. Dazu zählen etwa jährliche Betriebsfeste und Auszeichnungsveranstaltungen für alle Mitarbeiter, einschließlich Belohnungsreisen. Weitere Maßnahmen sind die finanzielle Förderung von Betriebssportgruppen, die hälftige Übernahme der Kinderbetreuungskosten für alle Eltern, 
Ferienlagerangebote für Mitarbeiterkinder, Altersteilzeitmodelle, bedarfsgerechte Arbeitsteilzeitmodelle sowie finanzielle und methodische Unterstützung von Teamevents.

Anja Märzke erklärt, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei in der Ostsee-Sparkasse ein wichtiges Anliegen. 
Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, setze einerseits Engagement der Eltern, andererseits des Unternehmens voraus. "Persönliche und individuelle Arbeitszeitmodelle können für eine ausgewogene Work-Life-Balance genutzt werden. Auch die Beratung und Betreuung werdender Eltern ist ein wichtiger Baustein für die Mitarbeitermotivation." Von der Anzeige der Schwangerschaft bis zur Rückkehr aus der Elternzeit an den sicheren Arbeitsplatz - es sei für alle und alles gesorgt. Die Ospa bietet Mitarbeitern zudem Fachtagungen sowie in- und externe Entwicklungsprogramme. "Bei Weiterbildungsmaßnahmen mit Abschluss übernehmen wir die Freistellung und die anfallenden Kosten. Entsprechend unserem Karrierekonzept stimmen wir die Ziele unserer Mitarbeiter mit den Möglichkeiten und Erfordernissen der Ospa ab und beraten dazu gern individuell“, erläutert Märzke.

Ein leistungsgerechtes Gehalt ist erst der Anfang


Allein ein leistungsgerechtes Gehalt ist heute kein Indikator mehr für Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Arbeitsklima und die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben sind in einem komplexer gewordenen Alltag wichtiger geworden. Kindererziehung, Freizeitgestaltung und der Wunsch nach einer persönlichen Weiterentwicklung gewinnen an Bedeutung. Die Sparkasse Bochum setzt daher neben sozialen Maßnahmen auf eine flexible Arbeitsgestaltung.  

"Work-Life-Balance ist heute für die Zufriedenheit vieler Menschen sehr wichtig, sagt Carsten Kaulfuß, Personalchef der Sparkasse Bochum. Home-Office, Kita-Plätze, variable Arbeitszeiten, Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Programme für mehr Frauen in Führungspositionen gebe es in der Sparkasse bereits. Zurzeit denken wir über Möglichkeiten des mobilen Arbeitens und über vollzeitnahe Arbeitszeitmodelle für Führungskräfte nach", sagt Kaulfuß.

Die Digitalisierung verändert nicht nur das Kundenverhalten, sondern beschleunigt die internen Prozesse. "Die Digitalisierung stellt uns vor notwendige Veränderungen", sagt Kaulfuß. Schon vor fast zwei Jahren sei die gesamte Belegschaft mit Tablets ausgestattet worden. "Arbeitsplätze und Aufgaben verändern sich – dabei versuchen wir, unsere Kolleginnen und Kollegen so weit wie möglich einzubeziehen und begleiten sie im Umsetzungsprozess." Schulungen und Coaching, ein wertschätzender Umgang und ein faires, menschliches Miteinander seien wichtig für die Zufriedenheit jedes Einzelnen im Team. Kaulfuß: "Wenn aus vielen 'Ich' ein 'Wir' wird, stimmt auch das Arbeitsklima."

Um die soziale Bindung der Mitarbeiter zu fördern, setzt die Sparkasse Bochum auf Veranstaltungsmanagement. Carsten Kaulfuß: "Als Bindungsinstrumente innerhalb der Sparkassenfamilie, aber abseits vom Arbeitsplatz, haben Sommerfeste für Mitarbeiter und ihre Familien, die Jubilarehrungen, der Rentnerball und auch die Sportprogramme in der digitalen Welt stark an Bedeutung gewonnen.

Harmonie, Zusammenhalt und Leistungswille seien ein fortlaufender Prozess und das Ergebnis einer permanenten Kommunikation der Führungskräfte mit der Belegschaft. Nur im täglichen Austausch sei es möglich, die Zeichen der Zeit zu erkennen und dauerhaft ein gutes Arbeitsklima zu gewährleisten. Kaulfuß: "Digitalisierung und Automatisierung sind unvermeidbar, doch ohne Menschen wird kein Unternehmen dauerhaft erfolgreich sein."
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