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| Sparkassenstiftung

Das Erfolgsmodell Sparkasse in die Welt tragen

Am 11. Januar verstarb Helmut Geiger. Die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation blickt zurück auf seinen Pioniergeist, mit dem er die Übertragung der Erfolge der deutschen Sparkassen auf Entwicklungs- und Schwellenländer möglich machte.

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Der Weg der Sparkassen-Finanzgruppe in die internationale Entwicklungszusammenarbeit bahnte sich bereits in den 1960er Jahren an. Seit diesem Zeitpunkt wurden die deutschen Sparkassen immer wieder um Unterstützung beim Aufbau von Finanzinstituten in Entwicklungsländern gebeten; Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika folgten.

In Peru engagierte sich der langjährige DSGV-Präsident Helmut Geiger ab 1985 beim Aufbau eines landesweiten kommunalen Sparkassensystems, wo 13 sogenannte „Cajas“ gegründet werden. Heute sind diese „Cajas“ die wichtigsten Anbieter von Finanzdienstleistungen für die Bevölkerung und für Kleinunternehmen in Peru.

Gründung der Sparkassenstiftung

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Auflösung der Sowjetunion kamen neue Aufgaben auf die Sparkassen-Finanzgruppe zu. Nachdem die Sparkassen in der ehemaligen DDR erfolgreich wieder eingeführt worden waren, häuften sich Anfragen aus den mittel- und osteuropäischen Staaten nach Unterstützung.

 
Helmut Geiger im Gespräch mit dem Generaldirektor der Sudanese Savings Bank, El-Hag Ahmed Osman. Das Bild entstand im Gründungsjahr der Sparkassenstiftung (1992).

Geiger reagierte auf den internationalen Ruf nach Expertise und Erfahrung. Er initiierte 1992 die Gründung der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation, um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in anderen Staaten zu fördern und das entwicklungspolitische Engagement weiter auszubauen. Am 1. Juni 1992 nahm die Sparkassenstiftung ihre operative Tätigkeit auf.

Eindrucksvolle Bilanz

Über 28 Jahre später kann man feststellen, dass sich Geigers Engagement ausgezahlt hat: Über 200 erfolgreich durchgeführte Projekte der Sparkassenstiftung in mehr als 90 Ländern sind ein eindrucksvoller Beleg für den Erfolg und die Bedeutung der Initiative Geigers. Die Werte von internationaler Entwicklungsarbeit waren tief in Geiger verwurzelt, der fast sein gesamtes Berufsleben der Sparkassenidee gewidmet hat. Folglich ist die bisherige Mitarbeit von rund 2000 Mitarbeitern aus deutschen Sparkassen in Entwicklungs- und Schwellenländern eine Laudatio auf sein Engagement.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkassenstiftung, Heinrich Haasis, bekundet: „Helmut Geiger wusste: Ohne Zugang zu Finanzprodukten gibt es keine wirtschaftliche und soziale Entwicklung. So entstand die Sparkassenstiftung, und auf dieser Basis arbeiten wir.“

Auch der Geschäftsführer der Sparkassenstiftung, Niclaus Bergmann, trauert um den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Sparkassenstiftung, mit dem er viele Jahre eng zusammenarbeitete: „Helmut Geiger hat das Erfolgsmodell Sparkasse in alle Welt getragen. Mit unseren Erfahrungen können wir den Menschen in vielen Ländern sehr praktisch helfen.“

Vor seinem Engagement als Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Kuratoriums der Sparkassenstiftung war Helmut Geiger 1972 bis 1993 der erste hauptamtliche Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands.