Anzeige
| Umfrage

Digitaler Service hilft Angehörigen im Pflegefall

Die Versicherungskammer Bayern bietet Kunden mit Pflegezusatzversicherung Unterstützung durch Pflegeberater und ein Infoportal. Eine Umfrage des Versicherers zeigt, dass nur wenige Bundesbürger gegen Pflegerisiken zureichend geschützt sind.

Anzeige

Die Versicherungskammer Bayern (VKB) möchte als führender Pflegeversicherer dazu beitragen, dass die private Absicherung gegen Pflegerisiken künftig eine ähnlich hohe Verbreitung findet wie die private Altersvorsorge. Bei diesem Ziel soll künftig der neue Service "PflegePartner" helfen, der Kunden mit Pflegezusatzversicherung unterstützt.

Pflegeberater beraten und begleiten Kunden mit entsprechender Police bei der Organisation der Pflege – telefonisch und persönlich: Angehörige erhalten im Pflegefall für drei Monate praktische Unterstützung, etwa bei der Auswahl von Pflegehilfsmitteln, beim Umbau des Hauses oder bei der Beantragung von Zuschüssen und Leistungen. Das spare Zeit und Geld und entlaste die Angehörigen oft auch psychisch enorm, sagt Kranken- und Pflegevorstand Manuela Kiechle vom Konzern Versicherungskammer

Ein digitaler Infodienst der VKB unterstützt diese praktische Hilfestellung. Auf dem Desktop oder mobilen Geräten können Angehörige alle Aktivitäten rund um die Pflege koordinieren. Kümmern sich mehrere Kinder um die pflegebedürftigen Eltern, erhalten alle online Zugriff auf sämtliche Informationen. Zudem biete die Anwendung Services wie Onlineantragswesen, Pflegegradrechner, Pflegesuche und Dokumentenarchiv.

Umfrage: Kosten für Pflege werden unterschätzt

 
Dass es Pflegerisiken gibt, wissen fast alle. Genug Geld für zusätzlichen Versicherungsschutz investieren nur wenige. © dpa

Laut einer VKB-Umfrage unter 1003 Bundesbürgern fühlen sich zwei Drittel der Befragten auf eine mögliche spätere Pflegebedürftigkeit nicht vorbereitet. Fast alle zeigen sich davon überzeugt, dass zur Absicherung von Pflegerisiken zusätzliche freiwillige Vorsorge notwendig ist. Trotzdem sorgen aber nur 34 Prozent auch tatsächlich vor – und dies oft mit ungeeigneten oder unzureichenden Instrumenten. Oft werde die Kostenbelastung unterschätzt, sagt VKB-Vorstand Kiechle. Die nach den Leistungen der Pflegepflichtversicherung noch aus eigener Tasche aufzubringenden Beträge lägen schon bei ambulanter Pflege bei einigen hundert Euro im Monat, bei stationärer Pflege oftmals bei mehr als 1000 Euro.

Von denen, die tatsächlich für eine spätere Pflege vorsorgen, tun dies 31 Prozent mit Immobilien, 36 Prozent mit Bargeldreserven, 44 Prozent mit klassischen Altersvorsorgeprodukten und 85 Prozent über Zusatzversicherungen. Viele dieser Instrumente seien jedoch für die Absicherung von Pflegerisiken gar nicht oder nur bedingt geeignet, warnt Kiechle. Müsse etwa im Pflegefall die eigene Immobilie zur Deckung der Kosten verkauft werden, verliere der Partner des Pflegebedürftigen sein vertrautes Umfeld, während Bargeldreserven bei einer längeren Pflege rasch aufgebraucht seien.

Viele Befragte verwechselten offenbar die Pflegepflichtversicherung mit einer Pflegezusatzversicherung, sagt Kiechle unter Berufung auf zahlreiche Beratungsgespräche. Nach Angaben des Branchenverbands GDV haben zurzeit etwa vier Millionen Menschen in Deutschland eine Pflegezusatzversicherung, bei den Lebensversicherungen sind es 88 Millionen.