Anzeige
| VKB

Firmen sollen Bürger vor Gefahren schützen

Die Wirtschaft soll sich für Katastrophenschutz und die Prävention weiterer Gefahren engagieren. Das wünschen vor allem Bürger ab 60 Jahren. Die Versicherungskammer sieht darin eine Bestätigung für ihr Engagement.

Anzeige

Fast jeder zweite Deutsche im Alter von 60 Jahren und darüber wünscht sich von Unternehmen eine Förderung von Maßnahmen zum Katastrophenschutz und zur Prävention weiterer Gefahren. 45 Prozent dieser Generation legen zudem überdurchschnittlich hohen Wert auf Brandschutz. Sie sehen Unternehmen in der Pflicht, derartige Projekte zu unterstützen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie, für die im Auftrag der Versicherungskammer im Februar 2019 mehr als 1000 Deutsche ab 18 Jahren befragt wurden.

Der Schutz der Bürger vor Gefahren hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Dabei sollten nach Ansicht der Befragten nicht nur Staat und gemeinnützige Organisationen Verantwortung übernehmen, sondern auch die Wirtschaft. Über alle Altersgruppen hinweg sind 39 Prozent der Bundesbürger der Ansicht, Gefahrenprävention, wie etwa Katastrophenschutz, sollte von Unternehmen gefördert werden. 38 Prozent der Deutschen über alle Altersgruppen hinweg sehen Brandschutz ganz oben auf der Liste der förderungswürdigen Bereiche. Frauen sind mit 42 Prozent noch etwas stärker an einem Schutz vor Gefahren interessiert. Den höchsten Zuspruch hat dieses Thema allerdings bei den über 60-Jährigen: 48 Prozent sprechen sich dafür aus, dass sich privatwirtschaftliche Firmen stärker in der Prävention engagieren sollten.

„Gerade älteren Menschen ist Aufklärung und Prävention wichtig, um potenzielle Gefahren so klein wie möglich zu halten. Viele Katastrophen und Brände lassen sich vermeiden, wenn einfache Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden“, sagt Frank Walthes, Vorsitzender des Vorstands der Versicherungskammer. „Wir helfen Bürgern direkt mit unserer Expertise für Gefahrenprävention. Kunden, die eine Immobilie bauen oder renovieren, beraten wir beispielsweise zu baulichem Brandschutz und sicheren Leitungswasserinstallationen. Unsere Architekten, Ingenieure oder Naturwissenschaftler erkennen beim Risikocheck mögliche Schadenquellen. Darüber hinaus informieren die Experten zu Einbruchschutz und der Versicherbarkeit von Elementarschäden.“

Langjähriges Engagement für Brand- und Gefahrenschutz

89 Prozent der Deutschen wünschen sich von Unternehmen eine Förderung gesellschaftlich relevanter Bereiche. Die Feuerwehren etwa unterstützt die die Versicherungskammer Bayern bereits seit 1993 finanziell und ideell – beispielsweise im Bereich der Brandschutzerziehung mit der Aktion „Richtig Feuer löschen“. Ebenso kann mittels eines sogenannten Info-Mobils an Schulen in Bayern und der Pfalz der richtige Umgang mit Feuer anschaulich vermittelt werden. Geprobt wird unter anderem der richtig Einsatz von Feuerlöschern im Ernstfall.

Auch die Feuerwehrleute selbst, die oft ehrenamtlich helfen, werden über unterschiedliche Maßnahmen geschult. Ihnen stehen beispielsweise über 100 sogenannte Schaumtrainer zur Verfügung, um die richtige Brandbekämpfung zu simulieren. Zusätzlich sorgt der „Sondersignal-Fahrt-Trainer" dafür, dass die Einsatzfahrer üben können, in brenzligen Verkehrssituationen richtig zu reagieren. Denn im Einsatz sind höchste Konzentration und blitzschnelle Reaktion gefordert, um sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Rund 2000 Fahrer profitieren jedes Jahr von diesem virtuellen Training am Simulator. Diese Aktion führt der größte öffentliche Versicherer gemeinsam mit dem Bayerischen Innenministerium durch.

Die Studie „Verantwortung 2019“ wurde im Auftrag der Versicherungskammer durchgeführt. 1003 Bundesbürger ab 18 Jahren wurden dafür online befragt. Die Daten wurden im Februar vom Marktforschungsinstitut Toluna erhoben.