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| Sparkasse Zollernalb

Geheimagent als Vertrauens-Lehrer

Mit dem Thema „Vertrauen: Die Kunst Menschen an sich zu binden“ hat die Sparkasse Zollernalb nach Balingen geladen. Und plötzlich stecken die Zuschauer in einem Agententhriller.

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„Vertrauen im Bankgeschäft ist für uns als Sparkasse quasi die Luft zum Atmen. Und wir sind froh, dass unsere Kunden uns dies entgegenbringen – was uns zahlreiche Umfragen und Studien bestätigen“, sagte Markus Schmid, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Zollernalb, bei der Begrüßung. Als Moderator mit reichlich Fernseherfahrung führte Andreas Franik durch das Programm. Nach einem Interview mit Markus Schmid zum Thema Vertrauen stellt er seinen Gesprächspartner Leo Martin vor, der zehn Jahre für den Verfassungsschutz gearbeitet hat.

 
Der frühere Geheimdienstagent Leo Martin (links) spricht im Sparkassensaal mit Moderator Andreas Franik über die Kunst, das Vertrauen von Menschen zu gewinnen. Rund 180 Gäste hörten gespannt zu. © Sparkasse

Ein James Bond? – „Schöne Frauen und Autos waren dabei“, sagt Martin lachend. Doch typische Geheimdienstarbeit bestehe im Sammeln von Nachrichten, um aus diesen Puzzlestücken ein Bild zusammenzusetzen. Sein Auftrag war es, Vertrauensmänner im Milieu der organisierten Kriminalität anzuwerben. Er hat wildfremde Menschen unter schwierigsten Bedingungen in kürzester Zeit dazu gebracht, ihm zu vertrauen und mit dem Geheimdienst zusammenzuarbeiten.

„Wenn du Vertrauen gewinnen willst, musst du dich selbst vertrauenswürdig zeigen“, sagt er. Martin führt die Techniken vor, die Anwerbern, Agentenführern und Verhörspezialisten gleichermaßen von Nutzen sind: Die präzise Beobachtung unbewusster Signale. Für ein Experiment wählt Martin Teilnehmer aus dem Publikum aus, die er willkürlich zusammenstellt. Sie erhalten die Aufgabe, weiße und schwarze Kugeln aus einem Beutel zu ziehen und diese vor ihm zu verbergen. Er plaudert mit Ihnen, beobachtet die Reaktionen, wechselt das Thema. Und doch errät er immer wieder die Farbe der Kugeln, die seine Gesprächspartner hinter ihrem Rücken verstecken.

Rühren statt schütteln

Am Ende greift Leo Martin zu einem Hypnosetrick, um seiner Sache sicher zu sein. Zwischendurch legt er dem Publikum offen, wie er vorgeht, mit welchen Fragen er den Charakter seiner Gesprächspartner erkundet, wie er mit einem Themenwechsel seine Erkenntnisse gegencheckt.

Wer immer dieser Mann sein mag, glaubwürdig in seinem Tun ist er. Und so führt seine Vorführung von Manipulation am Ende zu einem Appell, Vertrauen zu schenken, in persönlichen Beziehungen zumindest.

„Man muss die Menschen rühren – nicht schütteln“, so Leo Martin. In einem Booklet, das alle Gäste mit nach Hause nehmen dürfen, gibt er sieben Tipps dazu, wie Vertrauen aufgebaut und Menschen für sich gewonnen werden können.