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| Veranstaltungsformat

Lernen von den Weltmarktführern

Mit der Reihe „Unter der Kuppel – Unternehmer im Dialog“ hat die Sparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach eine hochkarätige Veranstaltungsform entwickelt, die bei mittelständischen Kunden auf große Resonanz trifft.

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Es sind faszinierende Persönlichkeiten, die auf Einladung von Vorstandschef Johannes von Hebel vor 200 Gästen aus ihrem Leben und ihrer Laufbahn erzählen. Den Anfang machte Reinhold Würth, Schöpfer eines Schrauben-Imperiums in Hohenlohe mit 71 000 Mitarbeitern in mehr als 80 Ländern und einem Umsatz von rund 13 Milliarden Euro. Ihm folgte Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG in Herzogenaurach mit weltweit 90 000 Beschäftigten und 14 Milliarden Euro Umsatz. Als Dritter im Bunde fanden sich jetzt die Siemens-Bosse ein, die einen Konzern mit 380 000 Mitarbeitern führen und 83 Milliarden Euro Umsatz generieren.

„Kommunikativer Marktplatz“

Von Hebel sieht die Talkshows – mit Hörfunk-Moderator Thorsten Otto vom Bayerischen Rundfunk als Stichwortgeber – als Chance, einen „kommunikativen Marktplatz“ für all jene zu etablieren, die sich von herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft Tipps für ihr eigenes Schaffen erhoffen. Und diese folgen offenbar gern der Einladung nach Erlangen, einer Stadt mit 110 000 Einwohnern und einem der höchsten Akademiker-Anteile Deutschlands, geprägt von Universität und den Forschungslabors des Siemens-Konzerns.

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser, jetzt Gast „unter der Kuppel“, kommt aus dem knapp 2000 Einwohner großen niederbayerischen Arnbruck und sagt: „Es ist wichtig, dass man nicht vergisst, wo man herkommt.“ Er fühlt sich diesem Ort heute noch verbunden, „eine Quelle zum Kraft schöpfen“ vor allem für seine vielen Reisen durch die Welt. Und die haben einen Grund: „In der Konzernzentrale in München sind noch nie großartige Geschäfte entstanden.“ Kaeser trat 1980, nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre, bei Siemens ein, übernahm verschiedene kaufmännische Leitungsfunktionen, war in Malaysia und den USA, wurde 2006 Finanzvorstand und 2013 als Nachfolger von Peter Löscher Vorstandsvorsitzender.

 
Moderator Thorsten Otto (links) mit den Siemens-Vorständen Joe Kaeser (Mitte) und Prof. Ralf P. Thomas. © Sparkasse

Bei der Veranstaltung in Erlangen gab er die Richtung für den Aufstieg auf der Karriereleiter vor: sich authentisch geben und flexibel bleiben, sich immer mit Neuem beschäftigen. Damit hat auch er die „gewaltigen“ Veränderungen bei Siemens seit den Achtziger Jahren bewältigt, zuletzt den Umbau durch die Digitalisierung. Diese kann – so Kaesers Erfahrung – aus dem heutigen Lieferanten der Siemens AG den Mitbewerber von morgen erschaffen.

Für Kaeser und seinen Finanzchef Prof. Ralf P. Thomas ist das Team wichtig: „Die Zeiten, als Individualist erfolgreich sein zu können, sind vorbei.“ Thomas, 1961 in Nürnberg geboren, seit 1995 bei Siemens und seit 2013 als „Chief Financial Officer“ Vorstandsmitglied mit Langfrist-Vertrag bis September 2023, schätzt diesen Geist sehr: „Manchmal bin selbst ich überrascht, was ein kompetentes und motiviertes Team leisten kann, wenn alle am selben Strang ziehen – und in dieselbe Richtung!“ Jungen Leuten rät Thomas ihr Urteilsvermögen dadurch zu optimieren, indem sie möglichst viele verschiedene Perspektiven einnehmen und dabei Erfahrungen sammeln: „Das schärft den Blick für das Wesentliche und hilft, Prioritäten zu setzen.“