Anzeige
| Sponsoring

Quinoa Bildung gewinnt Roman-Herzog-Preis

„Quinoa Bildung“ freut sich über den Roman-Herzog-Preis 2019. Die Initiative setzt sich für chancengerechte Bildung ein.

Anzeige

Der Preis wurde zum dritten Mal gemeinsam von der Berliner Sparkasse und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) verliehen. Geehrt werden damit Berliner Projekte und Initiativen, die sich in besonderer Weise für die Weiterentwicklung der Gesellschaft und deren Zusammenhalt stark machen.

Sie haben darüber hinaus das Potenzial, Vorbild für die gesamte Bundesrepublik zu sein. „Eine demokratische Gesellschaft wird viel reicher, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich für die Gesellschaft engagieren“, sagte DSGV-Präsident Helmut Schleweis bei der Übergabe des Preises (unser Bild zeigt ihn als Zweiten von links neben Johannes Evers, dem Vorstandschef der Berliner Sparkasse, links, und Jurymitglied Christoph Schmitz zusammen mit Vertretern des Projekts Quinoa Bildung). Das Preisgeld in Höhe von 20 000 Euro wurde vom DSGV zur Verfügung gestellt.

Für die Jury war es keine leichte Aufgabe, aus den 40 Bewerbern zunächst die Finalisten und anschließend den Preisträger auszuwählen. Die anderen beiden Finalisten, die Vereine Silbernetz und Straßenkinder, werden für ihr Engagement von der Berliner Sparkasse mit je 5000 Euro geehrt. „Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie“, betonte Johannes Evers, Vorstandsvorsitzender der Berliner Sparkasse, der Einsatz und Mut der Engagierten lobte. Der Preis wurde 2017 zu Ehren von Roman Herzog ins Leben gerufen, der über viele Jahre Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Brandenburger Tor, der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse, war.

Preisträger bemühen sich um Schüler, Straßenkinder und Senioren

Die Finalisten: Quinoa Bildung wurde 2013 im Berliner Brennpunktbezirk Wedding gegründet und versteht sich als Vorbild für Schulen in schwieriger Lage. Unter dem Credo „Quinoa schafft Anschluss“ will die Initiative auch sozioökonomisch benachteiligten Jugendlichen einen Schulabschluss ermöglichen. Das Programm wird an der staatlich anerkannten Quinoa Schule umgesetzt und orientiert sich speziell an den Bedürfnissen dieser Jugendlichen, eröffnet ihnen Zukunftsperspektiven und gibt ihnen die Chance auf selbstbestimmtes Leben.

Der Verein Silbernetz wurde 2016 gegründet und ist der Träger des Projekts Silbertelefon. Mit dem Anliegen „Gegen Einsamkeit im Alter“ vorzugehen entstand eine Hilfs- und Kontakthotline für ältere Menschen. Im Mittelpunkt des Engagements steht das Thema „Einsamkeit“. Oft wissen gerade ältere Menschen nicht, welche Unterstützung sie erhalten können oder sie finden keinen Zugang zu modernen Medien. Da setzt das dreistufige Angebot von Silbernetz an. Am Telefon stehen täglich 14 Stunden lang Ehrenamtliche zur Verfügung und bilden so die Brücke für einen Weg aus der Isolation.

Aus einer ehrenamtlichen Initiative entstand im Jahr 2000 der Verein Straßenkinder. Mit dem Grundsatz „Kinder stark machen“ hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen zu helfen, die in Berlin auf der Straße leben. Seine Arbeit erstreckt sich dabei auf drei Bereiche: die Straßensozialarbeit, den Betrieb des Kinder- und Jugendhauses „Bolle“ sowie die Integrationsarbeit. Damit erreicht der Verein heute täglich bis zu 200 Kinder, Jugendliche und deren Familien.