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| Prävention

So warnen Berater Kunden vor Betrug

Finanzmärkte – so schwarz wie die Flüche der geprellten Anleger: Die Bafin warnt vor Betrugsmaschen und dubiosen Handelsplattformen. Sparkassenberater können ihre Kunden wirkungsvoll vor Schaden bewahren und die Aufklärungsarbeit der Aufsicht unterstützen.

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Die Bafin hat nach Hinweisen im Jahr 2017 gegen verschiedene Anbieter 1042 neue Ermittlungsverfahren eröffnet und 873 Verfahren abgeschlossen. Dabei hat die Aufsicht auch einigen Kriminellen des sogenannten schwarzen Kapitalmarkts das Handwerk gelegt. Die Bekämpfung des schwarzen Kapitalmarkts sei die Voraussetzung für Integrität und Stabilität des Finanzplatzes und diene dem Anleger- und Verbraucherschutz, teilt die Behörde mit.

Die Bafin-Internetseiten enthalten eine Menge Wissenswertes darüber, wie sich Verbraucher verhalten sollten, doch sind diese verstreuten Informationen nicht immer leicht zu finden und zu verstehen. Sparkassenberater können ihren Kunden hier das Leben vereinfachen und auf Bafin-Grundlage eigene Empfehlungen geben. Hier ein paar Textbausteine:

 
Kriminelle Internetplattformen bieten beispielsweise dubiose Geschäfte mit Kryptowährungen an. Ahnungslose Anleger sehen ihr Geld nie wieder. Sparkassenberater können aufklären, indem sie die Empfehlungen der Bafin weitergeben – schriftlich und mündlich. © dpa


Schwarzer Kapitalmarkt

Alle Zahlungsdienste, Finanzdienstleistungs-, Investment-, Versicherungs- und E-Geld-Geschäfte, die mit krimineller Energie ohne gesetzliche Erlaubnis und ohne die sonst nötigen Grundlagen und Voraussetzungen betrieben werden.

Zum Schwarzen Kapitalmarkt gehören:

Hier-werden-Sie-reich-Angebote: Die Anbietern versprechen überdurchschnittlich hohe Renditen für Produkte oder Strategien und schließen jegliches Risiko aus. Die Bafin empfiehlt Sparern das aufmerksame Studium von Verkaufsprospekten und die offene Ansprache von Unklarheiten. Leitfragen könnten sein: Wer genau steckt hinter dem Angebot? Wie qualifiziert sind Berater, Anbieter und Vermittler?

Dubiose Plattformen: Im Internet werben Anbieter ohne Lizenz für den Handel mit abenteuerlichen Produkten wie binären Optionen und finanziellen Differenzkontrakten. Die Kunden sollen sich mit Namen, E-Mailadresse und Telefonnummer anmelden und werden aufgefordert, Geld auf Handelskonten einzuzahlen. Inhaber der Konten ist meistens ein nicht lizensierter Zahlungsdienstleister, der das Geld an Hintermänner im Ausland weiterleitet. Nach anfangs scheinbar erfolgreichen Spekulationsgeschäften mit Rohstoffen, Aktien, Währungen oder Kryptowährungen wird der Kunde aufgefordert, mehr Geld einzusetzen, das dann meist schnell weg ist. Weil die Anbieter ihre Firmensitze unter Offshore-Briefkastenadressen anmelden und diese Adressen oder auch die Firmen selbst oftmals wechseln, stehen die Chancen auf Rückerstattung schlecht.

Gut dagegen ist der weiße Kapitalmarkt

Die Institute, Dienstleister und Versicherungsunternehmen des Weißen Kapitalmarkts haben eine gesetzliche Erlaubnis und stehen unter Aufsicht der Bafin, wie beispielsweise die Sparkassen und Volksbanken.

Komplizierter ist es am grauen Kapitalmarkt

Hier tummeln sich alle Marktteilnehmer und Angebote, die keine gesetzliche Erlaubnis der Bafin brauchen und daher auch nicht unter ihrer Aufsicht stehen. Hier gibt es teils seriöse Anbieter, teils aber auch solche, die mit missbräuchlichen Konstruktionen und Geschäftsmodellen die Erlaubnispflicht zu umgehen versuchen und damit Anlegern und Finanzmärkten ähnlichen Schaden zufügen können wie die offensichtlich kriminellen Anbieter.