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| Finanzbildung

Spannender als gedacht

Wie Sparkassen Schüler für das Anlegen und Sparen begeistern.

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Girokonto, Sparbuch, Aktien und Gold – derlei Themen sind spannender, als viele Achtklässler anfangs denken mögen. Um dies zu beweisen und die Dinge greifbar zu machen, hat der Sparkassen-Schulservice „Finanzpässe“ zur ökonomischen Grundbildung entwickelt. Hierzu werden Jugendliche beispielsweise vormittags in die Hauptstelle der Sparkasse Hochschwarzwald (Titisee-Neustadt und Kirchzarten) eingeladen. Der Zukunftsmarktverantwortlichen Alexandra Marneth steht dann ein Sparkassenberater zur Seite, um den Jugendlichen einen Einblick in die Welt der Finanzen zu geben.

„Wir beginnen mit dem Thema, das den meisten Schülern ein Begriff ist: dem Girokonto“, berichtet Marneth. Einige haben bereits Erfahrungen mit ihrem Girokonto gemacht. Es wird erklärt, was das Girokonto alles kann, was es für Kartenarten gibt oder wie Onlinebanking funktioniert. Beim Finanzpass geht es darum, den Jugendlichen den ersten Kontakt mit „Gelddingen“ zu vermitteln. Im zweiten Teil geht es dann schon in die Tiefe: „Wir tauchen ein in die Welt der Anlageformen: Ob das allseits bekannte Sparbuch oder aber Aktien und Fonds – die Schüler erarbeiten in Kleingruppen, ihr ,Produkt‘ und stellen es dann der gesamten Klasse vor“, so Marneth und ergänzt: „Zum Schluss schneiden wir noch kurz das Thema ,Kredite‘ an.“

 
Ein Ausschnitt eines Lückentextes des Sparkassen-Schulservice zeigt, wie hier Schulmaterialien Finanzwissen vermitteln helfen. © Schulservice

Neben den Modulen „Girokonto“, „Sparen und Anlegen“ und „Kredite“ werden noch weitere Module in der Schule bearbeitet. In der Schule wird eine Arbeit geschrieben und benotet. Wer erfolgreich ist, erhält am Ende ein Zertifikat, das die Signaturen der Sparkasse und der Schule trägt. Dies kann später bei einer Bewerbung durchaus nützlich sein. Im Rahmen jährlicher Rektorenbesuche werden den Schulen neue Möglichkeiten aufgezeigt – die Sparkasse Hochschwarzwald bietet neben dem Finanzpass Bewerbungstrainings, Planspiel Börse, Deutscher Gründerpreis für Schüler und einiges mehr an.

Spielend Wertpapiere handeln

 
Planspiel Börse: Eines der größten und erfolgreichsten Wirtschaftslernspiele in Europa. © DSV

Wer bei Börse & Co tiefer einsteigen möchte, kann dies später bei dem vom Deutschen Sparkassenverlag (DSV) ausgerichteten Planspiel Börse tun. Dabei handeln die Schüler risikofrei mit fiktivem Kapital an der Börse und lernen so spielerisch den Umgang mit konventionellen und nachhaltigen Aktien sowie ökonomische Zusammenhänge.

Im Jahr 2018 schaffte es ein Team der Sparkasse Hochschwarzwald deutschlandweit auf Platz zwei in der Nachhaltigkeitsbewertung. Neben einem Geldpreis erwartete das Team zahlreiche Siegerehrungen und eine tolle Siegerreise mit Siegergala. „Um die jungen Leute zu erreichen, ist es immer wichtig, praxisnah zu bleiben. Das ist im Grunde genauso wie bei den Großen: Wenn man die Dinge direkt auf sich und seinen Alltag beziehen kann, ist es einfacher verständlich und weckt größeres Interesse“, resümiert Marneth.

Goldbarren als Hingucker

Auch die Sparkasse Pforzheim Calw lädt regelmäßig Schulklassen aus der Region ein, um über die Basics bei der Geldanlage zu informieren. Ein Highlight sind derzeit die Silber- und Goldbarren in der Sparkasse vor Ort. Diese können die Jugendlichen in den Vitrinen der Dauerausstellung „Gold. Geld. Gesellschaft – wie Edelmetalle unsere Region prägen“ bestaunen und sogar in die Hand nehmen. „Wenn wir den Schülern dann erklären, dass solch ein Goldbarren rund 400.000 Euro wert ist und damit so viel kostet wie ein größeres Einfamilienhaus, dann sorgt das schon für Verwunderung und Faszination“, erzählt Ulrich Haag, Abteilungsleiter der Sparkasse und zuständig für den Bereich Events & Sponsoring.

Er und seine Kolleginnen betreuen rund 250 Schulen in der Region Pforzheim/Calw. Die thematischen Schwerpunkte der Infoveranstaltungen sind Girokonto, Geldanlage, Kredit sowie Absicherung und Vorsorge. Fachreferenten der Sparkasse gewähren den jungen Gästen einen 90-minütigen Einblick in die Finanz- und Wirtschaftswelt. Ein Klassiker ist dabei das „magische Dreieck“ bei der Geldanlage, das aus den Eckpunkten Sicherheit, Liquidität und Rendite besteht.

„Die Schüler interessieren sich besonders dafür, wie sie ihre eigenen Wünsche verwirklichen können. Beispielsweise sprechen sie mit unseren Experten darüber, welche Möglichkeiten es gibt, ein neues Handy oder ein hochwertiges Fahrrad zu finanzieren“, berichtet Ulrich Haag. In solchen Momenten kommt auch das Thema Zinsen zur Sprache. Dann liegt es nahe, aktuelle finanzpolitische Aspekte wie die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Folgen für die Sparer zu behandeln.

Sparkassen-Schulservice ergänzt das Wissen

„Wir versuchen, die Themen so zu gestalten, dass sich die Schüler auch nach unseren Vorträgen intensiver mit Geldanlage und den wirtschaftlichen Zusammenhängen beschäftigen“, unterstreicht der Abteilungsleiter. Als Ergänzung dazu sind die auch digital auf der Onlineplattform FiBiBox verfügbaren Materialien des Sparkassen-Schulservice nützlich. Die vom DSV unter didaktischen Gesichtspunkten gestalteten Medien und Planspiele befähigen die Schüler, erworbenes Wissen in alltäglichen Situationen anzuwenden.